Lokalsport: Borussia Oedt muss zum Tabellenführer TuS Gellep

Lokalsport: Borussia Oedt muss zum Tabellenführer TuS Gellep

Die Abstiegskandidaten haben allesamt Heimspiele und brauchen jeweils dringend Erfolgserlebnisse.

Dreimal wird in der Fußball-Kreisliga A bereits heute Abend gespielt, sechsmal morgen. Dabei geht es nur in der Partie Amern II gegen Viktoria Anrath, die bereits um 19 Uhr angepfiffen wird, nicht um Auf- oder Abstiegskampf. Beide stehen im gesicherten Mittelfeld. Allerdings ist der Trend der Kempers-Auswahl nicht gerade dazu angetan, auf Zählbares zu hoffen, denn aus den vergangenen vier Partien gab es nur einen Punkt. Schlusslicht Preussen Krefeld ist zum Siegen verdammt, wobei mit dem OSV Meerbusch nun eine Mannschaft kommt, die sich bis auf Platz 6 vorgearbeitet hat. Während es am Appellweg um 19.30 Uhr los geht, wird die Begegnung der immer stärker werdenden Hinsbecker gegen Aufstiegsaspirant Union Nettetal II erst um 20 Uhr angepfiffen. Morgen gastiert dann Borussia Oedt nach dem Erfolg gegen Viktoria Krefeld beim Überraschungsspitzenreiter TuS Gellep. Hier hat Trainer Thomas Krüll, der aus beruflichen Gründen im Sommer aufhören will, bisher ganze Arbeit geleistet. Verlassen kann er sich vor allen Dingen auf seine Vollstrecker Torge Puhlmann und Rolf Lenzen. Sie an die Kette zu legen, ist die dringlichste Aufgabe der Borussia-Defensive. Trotz einem unverkennbaren Formanstieg, der sich aber nicht Punkten auswirkt, wird für den SV St.Tönis die Lage von Woche zu Woche bedrohlicher. Und auch wenn der kommende Kontrahent SC Schiefbahn vergangenen Sonntag nach langem Erfolgsweg erstmals wieder verlor, ist er Favorit. Dies ist bei Aufstiegskandidat Dülkener FC, dem Team mit der wohl besten Offensive, nicht anders. Er fährt zum Linner SV, der wieder auf Anil Arslan zurückgreifen kann. Dieser ist der Torgarant der Grünhemden, wie er am Sonntag mir gleich vier Treffern nach wochenlanger Verletzungspause wieder deutlich machte. Wohin führt der Weg von Viktoria Krefeld? Auch wenn der neue Trainer Oliver Grein einige Dinge positiv verändert hat, ist die Situation, da es im schlechtesten Fall gar sechs Absteiger geben kann (je nachdem, wer aus Kreis 6 aus der Bezirksliga absteigt), schlicht prekär. Deshalb sollte tunlichst das Heimspiel gegen Bracht gewonnen werden. Dort hat der vergangenen Sommer aus dem Nachwuchs des SC Bayer Uerdingen gekommene Trainer Graziano Ruggeri nach einer verständlichen Eingewöhnungsphase die Dinge immer besser im Griff. Mittlerweile klopfen die Grenzler bei den Teams des hinteren Mittelfelds an. Weiterhin eher wie eine Wundertüte kommt die Zweite des VfR Fischeln daher. Immer dann, wenn jeder denkt, jetzt komme das Team ins Rollen, folgt der nächste Rückschlag. Deshalb ist jegliche Vorhersage für die Auseinandersetzung mit der Meerbuscher Dritten, die auf Rang 15 zurückgefallen ist, müßig.

0:5 kam der TSV Bockum, der dadurch alle Hoffnungen in Sachen Aufstieg ad acta legen muss, zuletzt unter die Räder. Deshalb stellt sich vor dem Spiel beim SV Vorst, der sich weiter gut schlägt, mehr denn je die Frage: "Wie hat die Rogge-Auswahl diese Schlappe verdaut?"

(RP)
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