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Tennis: Blau-Weiß vor dem Abstieg

Tennis : Blau-Weiß vor dem Abstieg

Der Krefelder Bundesligist verlor gestern sein Heimspiel gegen den Erfurter TC Rot-Weiß mit 1:5. Nur ein Einzel wurde wegen des anschließenden Regens im Stadtwald ausgetragen. In der Halle fehlte das Glück.

Ob es im kommenden Jahr noch Bundesliga-Tennis im Stadtwald zu sehen gibt, ist seit gestern sehr fraglich. Der HTC Blau-Weiß Krefeld musste sich dem Erfurter TC Rot-Weiß mit 1:5 geschlagen geben.

Das Regenwetter kostete den Gastgebern neben den zwei ersehnten Punkten auch jede Menge Zuschauer. Nach dem Auftakteinzel musste die Begegnung gegen die Thüringer von der Hüttenallee in die Traarer Tennishalle verlegt werden. Auch dort konnte der HTC seine Serie von nun 16 sieglosen Erstligaspielen nicht beenden. Da Amberg gegen Neuss gewann, kann Krefeld in den restlichen beiden Spielen das rettende Ufer nur noch rein theoretisch erreichen.

Duell der Linkshänder

Nach dem enttäuschenden Heimspiel mit der 2:4-Niederlage gegen Amberg am Freitag, passte sich gestern auch das Wetter der trüben Stimmung im Stadtwald an. Über Nacht hatte starker Regen den Plätzen zugesetzt. Mit vereinten Kräften gelang es, einen Platz aufzubereiten. Dort eröffneten Diego Junqueira und Horacio Zeballos das vierte Saisonheimspiel der Blau-Weißen.

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Im Duell der Linkshänder lag Junqueira gegen seinen argentinischen Landsmann, letztes Jahr noch die Nummer 50 der Welt, im ersten Satz mit zwei Breaks schnell zurück. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein ausgeglichenes Match. Doch nachdem Junqueira beim Stand von 3:3 trotz 40:0-Führung seinen Aufschlag abgeben musste, ließ sich Zeballos den Sieg nicht mehr nehmen.

Besser lief es an Position vier für Nicolas Devilder gegen Jan Hernych. Aber bei 4:3 für Krefeld im ersten Satz musste das Match wegen Regen abgebrochen werden. Nach kurzer Pause entschied der Oberschiedsrichter, dass im Regen weiter gespielt werden muss. Sogar das noch nicht begonnene Match von Ivan Navarro-Pastor gegen Ivo Minar wurde eröffnet. Ganz gegen den Willen des für Krefeld spielenden Spaniers. Nach zwei Spielen (1:1) brach die Stuhl-Schiedsrichterin das Match dann zum Glück ab.

Denn der Platz war hinter den Grundlinien sehr seifig. Anschließend wurde entschieden, die Spiele in die Traarer Tennishalle zu verlegen. Dort waren die Krefelder leicht im Vorteil. Und es sah zunächst auch nach einer Führung der Hausherren aus. Navarro-Pastor und Devilder gewannen jeweils den ersten Durchgang, mussten aber trotzdem noch in den Champions-Tiebreak.

Dort fehlte ihnen das notwendige Glück. Im Spitzeneinzel des Tages war Maximo Gonzales auf Hartplatz gegen Lukas Rosol klar im Nachteil. Teilweise beförderte der lange Tscheche die gelbe Filzkugel beim Aufschlag mit über 200 km/h über das Netz. Im zweiten Satz hielt der kleine Argentinier allerdings sehr gut dagegen, doch kassierte am Ende das entscheidende Break zum 5:7. Damit war die Krefelder Niederlage schon besiegelt.

Für die Doppel stand bei den Blau-Weißen noch deren Lieblings-Niederländer Dennis van Scheppingen zur Verfügung. Doch mangels Zuschauern einigten sich beide Seiten darauf, die Doppel nicht mehr zu spielen und die beiden möglichen Punkte zu teilen.

(RP)