Tennis: Blau-Weiß freut sich auf ein spannendes Saisonfinale

Tennis : Blau-Weiß freut sich auf ein spannendes Saisonfinale

Tennis: Zuversicht vor dem Heimspiel gegen Neuss.

Wunder gibt es auch im Tennis immer wieder. Davon kann der HTC-Blau-Weiß Krefeld ein Lied singen. In den vergangenen beiden Spielzeiten glich der Klassenverbleib des Stadtwaldteams tatsächlich einem Wunder. Besonders vor einem Jahr, als die Mannschaft eigentlich schon abgestiegen war, erreichte sie mit einem Überraschungssieg in Burghausen und der gleichzeitigen Schützenhilfe von Blau-Weiß Neuss das rettende Ufer.

Mit so einem großen Wunder ist am kommenden Sonntag nicht zu rechnen, wenn ab 11 Uhr der letzte Bundesligaspieltag 2014 über die Bühne geht. Denn die Vorzeichen sind ziemlich eindeutig. Spitzenreiter Halle wird sich im Heimspiel gegen Reutlingen mit einem Sieg die anschließende Meisterfeier nicht mehr nehmen lassen. Wenn dann auch Düsseldorf erwartungsgemäß beim bereits abgestiegenen Bremerhavener TV gewinnt, dann würden neben den Norddeutschen die Reutlinger absteigen. "So könnte es kommen, aber wir dürfen uns nicht zu sicher sein. Wenn Reutlingen in Halle einen Punkt holt, könnte es Neuss und uns noch erwischen", sagte Olaf Merkel gestern. Der Teamchef des HTC ist allerdings zuversichtlich, dass die beiden blau-weißen Kontrahenten vom Niederrhein am Sonntag feiern können: "Ich rechne mit einer spannenden Begegnung. Anschließend wollen wir eine Party feiern." Grund zum Feiern würde es dann reichlich geben. Denn auch ohne ihren Weltklassespieler Jürgen Melzer trumpften die Krefelder bisher insgesamt besser auf als erwartet werden konnte. Nur die Match-Tiebreak-Bilanz von 4:15 fällt negativ auf. Gegen den so gut wie feststehenden Meister Halle gingen glich vier Einzel und ein Doppel im Match-Tiebreak verloren. Auf den Antrag, wieder den dritten Satz einzuführen, will Merkel bei der Ligentagung aber verzichten: "Im dritten Satz setzt sich in der Regel immer der stärkere Spieler durch. Im Match-Tiebreak sind die Außenseiterchancen größer. Leider war das für uns in dieser Saison nicht so häufig der Fall." Lediglich dreimal Pablo Galdon und einmal Potito Starace waren in der "Verlängerung" erfolgreich.

(RP)
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