Lokalsport: Beister ist wieder einsatzfähig

Lokalsport: Beister ist wieder einsatzfähig

Der 27 Jahre alte Torjäger, der im Januar verpflichtet wurde, kommt immer besser in Schwung. Nachdem er gegen Köln lädiert ausgewechselt werden musste, steht er heute beim Nachholspiel in Rödinghausen wieder im Kader.

In Oppum weht ein frischer Wind. Dafür sorgt der neue Trainer Stefan Krämer. "Risiko, Männer", ruft er. "Mutig, auch wenn es eng ist." Das ist es tatsächlich bei dieser Spielform, bei der auf kleinem Raum der Ball behauptet werden muss, aber die Gegenspieler aggressiv attackieren. Es geht ziemlich lebendig zu, woran Krämer Anteil hat. Denn während sein Vorgänger Michael Wiesinger oft beobachtend tätig war und seinen Assistenten Stefan Reisinger agieren ließ, greift Krämer oft ein - korrigierend, lobend, aktiv.

Maximilian Beister nimmt auch am Mannschaftstraining teil. Das ist deshalb nicht selbstverständlich, weil er am Sonntag gegen Viktoria Köln (1:1) verletzt ausgewechselt werden musste. "Der Torhüter hat mich in der Wade getroffen", berichtete er. Nachdem er Montag behandelt wurde und nur auf dem Fahrrad etwas für die Fitness getan hatte, stand er gestern wieder in Oppum auf dem Trainingsplatz.

Das ist gut, denn Beister wird von Tag zu Tag stärker und wertvoller für die Mannschaft. Im Spitzenspiel gegen Köln war er an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt: Er schoss den Ausgleich, holte den Foulelfmeter heraus und verfehlt mit einem sehenswerten Volleyschuss das Tor nur um wenige Zentimeter.

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Dass der ehemalige U21-Nationalspieler Beister über herausragende Qualitäten verfügt, hat er nicht nur beim Aufstieg von Fortuna Düsseldorf 2012 bewiesen. Danach ging es allerdings - auch verletzungsbedingt - bergab. "Beisters Karriere ist im Zick-Zack-Kurs verlaufen", sagt Krämer. "Aber jetzt macht er große Fortschritte in puncto Fitness. Meine Aufgabe ist es, ihn wieder da hin zu führen, wo er einmal war." Das erscheint durchaus möglich, wenn Krämer sagt: "Er arbeitet sehr professionell, hinterfragt aber auch viel. Das ist wichtig." Beister gehört zu den Fußballern, die intelligent, kritisch und kommunikativ sind. Und er ist bereit, die Führungsrolle zu übernehmen, die KFC-Präsident Mikhail Ponomarev vorschwebte, als er den ehemaligen Bundesligaspieler holte. Krämer sieht das ähnlich: "Er kann für uns ein ganz wichtiger Spieler werden." Einer, der den Unterschied ausmacht und ein Spiel entscheiden kann.

Ob Maximilian Beister heute beim Nachholspiel wieder mitwirken kann, entscheidet sich kurz vor dem Anpfiff (19 Uhr), doch deutet alles darauf hin. Aber so oder so muss der KFC punkten, wenn er im Kampf um die Meisterschaft weiterhin mitreden will. Rödinghausen hingegen hat nichts zu verlieren und kann völlig befreit aufspielen. "Für die ist die Saison gelaufen, aber sie werden uns nichts schenken", sagt Krämer. "Gegen uns will schließlich jeder gewinnen. Aber wir wollen auch nichts geschenkt."

(ths)
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