Beim Ladies Day auf der Krefelder Rennbahn im Stadtwald fällt am Sontnag der Startschuss zur Galopp-Saison.

Galopp: Alle blicken auf die Krefelder Stute Panoramica

Am Sonntag um 10.50 Uhr fällt beim Ladies Day auf der Rennbahn im Stadtwald der Startschuss zur Galopp-Saison.

Früh aufstehen heißt es am Sonntag für die Fans des Galopprennsports. Der Auftakt erfolgt ungewöhnlich früh bereits um 10.50 Uhr mit dem ersten Rennen. Der Start des letzten Rennens ist für 14.50 Uhr geplant, womit anschließend viel Zeit für weitere Aktivitäten bleibt. Es ist ein besonderer Renntag, da es die ersten Grasbahnrennen in Deutschland der Saison 2019 sind.

„Ladies’ Day – fashion and race“ ist das Motto der Veranstaltung, die so früh beginnt, da die ersten fünf der insgesamt sieben Rennen über den Rennsportkanal Equidia nach Frankreich übertragen werden. Die Einsätze, die dort in rund 12.000 Wettannahmestellen abgegeben werden, sind eine erkleckliche Einnahmequelle für den Krefelder Rennclub. Ohne diese zusätzlichen Gelder wäre eine wirtschaftliche Durchführung des Renntages für die Verantwortlichen sehr schwierig.

Nach dem einleitenden Dreijährigenrennen ist der folgende Ausgleich III über 2.050 Meter für die Krefelder Turffans bereits einer der Höhepunkte. Lokalmatador Mario Hofer bietet die Stute Panoramica auf, die der langjährigen Krefelder Besitzergemeinschaft „Stall Samt und Seide“ gehört. Die Stute ist bei zwei Starts auf heimischem Terrain noch ungeschlagen und hat mit Martin Seidl einen der erfolgreichsten deutschen Jockeys im Sattel. „Die Stute hat auf Sand gut gearbeitet und kommt frisch aus einer kleinen Winterpause“, berichtet der Trainer. Ihr bislang letzter Bezwinger auf der Sandbahn, der Wallach San Diego, gehört erneut zu ihren Gegnern und ist gegenüber Panoramica gewichtsmäßig noch besser gestellt als zuletzt in Dortmund.

Ein weiteres Rennen mit Krefelder Beteiligung ist der Ausgleich II über 1.700 Meter. Die Prüfung ist mit 10.000 Euro dotiert. Trainer Mario Hofer bietet mit dem Vierjährigen Fair Hurricane ein interessantes Pferd auf. Der Wallach gewann in diesem Jahr bereits auf der Sandbahn in Neuss. „Die Form stimmt bei Fair Hurricane“, meint Mario Hofer. „Allerdings ist er noch nie auf so schwerem Boden gelaufen, wie er am Sonntag zu erwarten ist. Wenn er den Boden kann, sollte er eine erste Siegchance haben.“

Die besten Pferde des Renntages gibt es im 6. Rennen zu sehen. Mit dem Hengst Boscaccio und Poldi’s Liebling, der im Stadtwald 2017 das Herzog von Ratibor-Rennen gewann, treten zwei überdurchschnittliche Pferde gegeneinander an. Boscaccio ging vor drei Jahren sogar als Favorit ins Deutsche Derby, wurde aber nur Achter.

Das abschließende Jagdrennen sieht acht Pferde am Start, unter diesen befindet sich mit dem Wallach Wutzelmann auch das erfolgreichste deutsche Hindernispferd der Saison 2018. Der gesellschaftliche Rahmen kommt am Sonntag auch nicht zu kurz. Hutprämierung für Damen und Kinder sowie die Wahl des „Krawattenmannes des Tages“ stehen an.

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