Lokalsport: Beim KFC wird um die Plätze gerangelt

Lokalsport: Beim KFC wird um die Plätze gerangelt

Drei Wochen vor dem Pokal-Viertelfinale gegen Rot-Weiß Oberhausen nimmt die Trainingsintensität zu. In Rene Vollath, Christopher Schorch, Alexander Bittroff, Charles Takyi und Christian Müller fehlen derzeit noch fünf Akteure.

Michael Wiesinger ist durchgefroren. Zwar hat sich der Trainer des KFC Uerdingen mit Pudelmütze und warmer Jacke durchaus winterlich gekleidet, und dennoch wird es selbst bei milden acht Grad kalt, obwohl es für Mitte Januar recht warm ist. Denn während seine Schützlinge sich auf dem Kunstrasen in St. Tönis bewegen durften, kam ihm vor allem die Rolle des Beobachters zu. Lediglich seine Stimmbänder wurden regelmäßig bewegt. Um 11.30 Uhr pfiff er dann die 90minütige Übungseinheit ab. Technikschulung, Torschuss nach einem Kontakt und eine Spielform hatten am Vormittag auf dem Programm gestanden. Am Nachmittag standen dann noch 1000-Meter-Läufe auf dem Plan.

Zwei Tage nach den Leistungstests lagen auch die Ergebnisse vom Athletikum des BG Klinikum Duisburg vor. "Die Ergebnisse waren erwartungsgemäß. Es gab keine Ausreißer, aber das hat mich auch nicht überrascht", sagt Michael Wiesinger. "Die Spieler ziehen gut mit und haben mir in den vergangenen Monaten gezeigt, dass sie wissen worauf es ankommt." Allerdings bewertet der Coach diesen Test auch nicht über. "Die Ergebnisse sind lediglich Basiswerte und eine Hilfe bei der Trainingssteuerung." Die wird er in den kommenden Tagen noch gezielter im individuellen Bereich angehen.

Fünf Spieler fehlten auch gestern beim Training. Torhüter Rene Vollath musste wegen eines Magen- und Darmvirus passen. Verteidiger Christopher Schorch laboriert noch an einer Sprunggelenkverletzung, sein Kollege Alexander Bittroff nun schon seit Mitte November an einer Sehnenverletzung. Mittelfeldspieler Charles Takyi hat während der Weihnachtspause beim Lauftraining Schmerzen im Knie verspürt. "Deshalb haben wir ihn zunächst einmal aus dem Mannschaftstraining genommen", erklärt Wiesinger. Das gilt auch für Christian Müller, der aufgrund einer Oberschenkelzerrung weiterhin aussetzen muss.

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Obwohl fünf Spieler fehlten, war der Trainingsplatz gut gefüllt. Nun erweist es sich als Plus, dass der KFC über einen großen Kader verfügt. Das wiederum hat auch Auswirkungen auf die Trainingsintensität und die Stimmung. Drei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel am 4. Februar hat der Kampf um die Plätze im Kader längst begonnen. Denn das Viertelfinale gegen Rot-Weiß Oberhausen ist weitaus mehr als nur ein Test zu Beginn der Rückrunde. Es ist der drittletzte Schritt auf dem Weg in den DFB-Pokal, für den sich die Uerdinger qualifizieren wollen.

Die Stimmung ist aber nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits davon gut. Gestern Mittag lud Wiesinger seine Spieler zum Essen im Klubhaus der DJK Teutonia St. Tönis ein. Pasta, Salat und Fleisch wurden serviert. "Das machen wir so, wenn einer Geburtstag hat", sagt Wiesinger, der am 27. Dezember 45 Jahre alt geworden ist.

(ths)