1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld
  4. Sport

Beim Fußball-Landesligist VfR Fischeln war es der Tag der Joker

Fuball-Landesliga : Der Tag der Joker beim VfR Fischeln

Die eingewechselten Niklas Geraets und Ahmet Yavuz bringen den VfR Fischeln beim 3:2 über Bedburg-Hau auf die Siegesstraße. Tolga Dügencioglu und Moreno Mandel sichern den glatten Tönisberger 4:0-Sieg beim VfL Rhede.

VfR Fischeln - SG Bedburg-Hau 3:2 (0:1). Nach vier vergeblichen Anläufen kam der VfR Fischeln zum sehnlichst erhofften Erfolgserlebnis um sich die Abstiegszone weiter vom Hals zu halten. Im Heimspiel gegen die SGE Bedburg-Hau sah es aber zunächst nicht danach aus. Erst eine Leistungssteigerung mit Beginn der zweiten Halbzeit ebnete den knappen Sieg.

Der VfR legte ordentlich los, wurde aber kalt erwischt, als Bahri Kera nach einem Freistoß zum 0:1 einköpfte (12.). Der Rückstand zeigte schnelle Wirkung, denn von da blieb Vieles Stückwert. Vor allem in der Offensive agierten die Krefelder nun zu hektisch und trafen oftmals in Tornähe die falschen Entscheidungen beim Zuspiel und in den Laufwegen.

Das änderte sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als der gerade eingewechselte Niklas Geraets mit zwei Treffern binnen 60 Sekunden den Spieß drehte (47./48.) und der VfR nun mit anderer Köpersprache auftrat. Der VfR entwickelte nun den Zug zum Tor, den er in der ersten Halbzeit vermissen ließ. Mit Youngster Ahmet Yavuz erhöhte der zweite Joker nicht einmal unverdient auf 3:1 (65.). Dass es noch einmal eng wurde lag daran, dass Routinier Christian Klunder eine weitere Schwäche bei einem Standard zum Anschlusstreffer nutzte (73.) und die Gastgeber noch die eine oder andere klare Gelegenheit liegen ließen, um für die Vorentscheidung zu sorgen. Niklas Geraets versäumte es seinen dritten Treffer zum markieren und Ilay Baris schob neben den leeren Kasten. In der hektischen Schlussphase sahen Falko Kersten (85.) und der bereits ausgewechsellte Kera (94.) bei den Gästen noch Gelb/Rot.

Fischelns Trainer Kalli Himmelmann sprach von einem verdienten und sehr wichtigen Sieg: „Einziges Manko war, dass wir wieder zu viele Chancen liegen gelassen haben. Nach dem Auftritt in der ersten Halbzeit haben wie danach endlich wieder Fußball gespielt“. uwo

Fischeln: Buschen - Arapovic, Smoljanovic, Rajic-Miskovic (70. Heiselmeier), Tomas - Werth-Jelitto, Ziemes (46. N. Geraets) - Schons (46. Yavuz), J. Geraets, Baris - Fuhrmann (70. Sondermann).

VfL Rhede - VfL Tönisberg 0:4 (0:1)

Für den VfL Tönisberg läuft es allmählich richtig rund. Der Aufsteiger feierte beim VfL Rhede den dritten Sieg in Serie und kletterte nach anfänglichen Problemen in der Tabelle erstmals auf den 7. Tabellenplatz.

Die „Berger“ stellten von Beginn an das spielerisch bessere Team, was sich auch an den Spielanteilen deutlich bemerkbar machte. Einziges Manko war das finale Zuspiel gegen einen Gegner, der mehr Abwehrschwächen offenbarte als zuvor gedacht und sichtliche Problem bei der Spieleröffnung hatte. So brannte es eigentlich nur bei Standardsituationen, von denen eine zur hoch verdienten Führung führte, als Mehmet Ügüdür eine Ecke von David Machnik über die Linie drückte (28).

Nach dem Seitenwechsel leistete sich der VfL zunächst eine schwächere Phase, die er aber auch überstand, weil die Gastgeber nichts zuzulegen hatten. Schließlich fanden die Rot-Weißen wieder in die Spur und am Ende setzten die Einwechselspieler mit entscheidenden Treffern die Akzente. Nach einem Freistoß von Niklas Jahny war zunächst Tolga Dügencioglu zum 2:0 zur Stelle (79.) und beseitigte letzte Zweifel am ersten Auswärtssieg. In der Schlussphase kam noch Moreno Mandel zum Zuge, der mit einem Doppelschlag binnen 60 Sekunden das Ergebnis in die Höhe schraubte (84./85.).

Wesentlich gelöster als noch vor Wochen zeigte sich VfL-Trainer Andreas Weinand: „Hinten heraus war das ein hoch verdienter Sieg. Das war eine sehr ordentliche Leistung. Ich freue mich vor allem für die Abwehrspieler, dass sie endlich mal zu Null gespielt und sich für ihre Arbeit belohnt haben.“ uwo

Tönisberg: N. Esser - Höffler, Görres, Nowicki, Jellessen - Machnik, Ügüdür - Recker (46. Dügencioglu), Knops (82. Franken), Jeegers (67. C. Sprenger) - Jahny (79. Mandel).