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Beide Krefelder Teams in der Handball-Oberliga unterliegen.

Handball-Oberliga : Nur Schellekens hat Normalform

Beide Krefelder Teams in der Handball-Oberliga unterliegen. Die Trainer hadern vor allem mit den Offensivleistungen.

Ein gebrauchtes Wochenende erwischten die beiden Krefelder Teams in der Handball Oberliga. Während die Adler Königshof mit der dritten Niederlage in Folge, 31:34 (15:16), ihre erste kleine Krise einer bis dato fast perfekten Saison erlebten und auf Rang fünf abrutschten, unterlag der TV Oppum mit 24:27 (12:14) beim TV Lobberich.

Die Grün-Weißen kamen dabei in der Offensive fast zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel und leisteten sich einfach zu viele Fehler. Unerklärliche technische Patzer und einige Fehlwürfe aus guten Positionen besiegelten unter dem Strich die Niederlage der Gäste, die zwar durchaus kämpferisch präsent waren und in der Deckung stabil wirkten, nach Vorn aber insgesamt viel zu harmlos agierten. Einziger Oppumer in Normalform war Kreisläufer Jochen Schellekens, der fünfmal traf und hinter Toptorjäger Fabian Bednarzik, der zwar elfmal Traf, dabei aber fünfmal vom Siebenmeterpunkt verwandelte, zweitbester Werfer wurde.

Der TVO musste kurzfristig auf Linksaußen Tim Legermann verzichten. Für ihn spielte Can Kilic auf Außen. Und auch Daniel Hummel, Konstantin Wittmann und Maximilian Dirkes aus der zweiten Mannschaft unterstützten das Team. „Wir haben einfach über 60 Minuten kein gutes Angriffsspiel gezeigt. In Normalform hätten wir sicher etwas mitnehmen können. Aber unter dem Strich geht der Sieg für Lobberich aufgrund der gezeigten Leistungen absolut in Ordnung“, befindet Kapitän Gerrit Held in Vertretung von Trainer Ljubomir Cutura.

Und auch bei den Adlern lief es unter dem Strich nicht besser. In einem lange Zeit ausgeglichenen Spiel bei Mettmann Sport unterlag das Team von Trainer Marius Timofte am Ende mit 31:34. Nach einer frühen roten Karte für Niklas Funke musste der Wiedergenesene Elias Eiker viel Spielzeit nehmen. Er traf siebenmal. „Trotzdem war es schwierig, denn wir hatten so einen enorm jungen, unerfahrenen Innenblock“, bilanziert Trainer Timofte.

Entscheidend für die Niederlage war vor allem die Phase zwischen der 45. und 48. Minute, als die Gastgeber von 23:23 auf 27:23 davon zogen. Hatten die Adler noch zuvor eine ähnliche Phase unmittelbar nach der Halbzeit und einen Rückstand von 17:21 wieder aufgeholt, so gelang es nun nicht mehr, noch einmal heran zu kommen. Mettmann kontrollierte das Geschehen aus der Führung heraus und ließ den Gast nicht mehr dichter als auf drei Treffer heran kommen.

„Wir haben einfach zu viele Fehler in der Offensive gemacht. Das hat im Gegenstoß immer wieder zu einfachen Toren für Mettmann geführt. Hier müssen wir einfach konzentrierter sein. Unter dem Strich geht der Erfolg für Mettmann deshalb in Ordnung“, stellt der Übungsleiter der Adler fest.