Bei der Turnerschaft Grefrath gibt es trotz Niederlage noch keine Panik

Handball-Verbandsliga : Bei Grefrath gibt es trotz Niederlage noch keine Panik

Die Turnerschaft unterlag zwar gegen Kapellen mit 16:27, Interimstrainer Marcus Anstötz sah aber schon gute Ansätze.

(F.L.) Einen Tag der offenen Tür gab es in der Handball-Verbandsliga zwischen Adler Königshof und dem HC TV Rhede, das die Adler mit 31:28 für sich entschieden. Das Team von Trainer Bodo Leckelt war zu Beginn gut durch Tempogegenstöße ins Spiel bekommen, ließ aber zunächst in der Abwehr die nötige Frische vermissen. „Wir sind dann ab der 10.Minute in Rückstand geraten, der 35 Minute lang andauerte“, sagt Leckelt und fand auch direkt den Grund dazu: „Wir haben ja ohne Harz gespielt und dadurch mehr Fehler gemacht, als ich gedacht hatte.“ Doch dann zeigten die Adler-Spieler mehr Engagement vor dem Tor. Mit der taktischen Änderung, dass Kreisläufer Thorsten Spoo fortan aus dem Rückraum agierte kam auch der Erfolg zurück, der nicht nur einen vier-Tore-Rückstand wett machte, sondern auch die Führung einbrachte. Als dann Rhede offene wurde, nutzte dann Königshof clever den Positionsangriff aus.

Beim Tabellenschlusslicht TS Grefrath ist trotz der 16:27-Heimniederlage gegen den TV Kapellen keine Panik ausgebrochen. „Das Ergebnis war für uns erst einmal sekundär“, erklärte Interimstrainer Marcus Anstötz, der vorerst für den in der vergangenen Woche zurückgetretenen Michael Küsters nun das Sagen an der Seitenlinie hat und schon gute Ansätze sah. So hieß das Motto für einen Neustart erst einmal alles auf Null setzen und nach vorne schauen. Und das machten die Grefrather Spieler gegen Kapellen in den ersten 20 Minuten auch ganz gut. Das der Gegner bis dato auf Schlagdistanz gehalten wurde lag auch an der eigenen Abwehr, wo Johannes Pasch aus der zweiten Mannschaft das Zentrum in der Mitte dicht machte. „Letztendlich war unsere schlechte Chancenverwertung maßgebend für die Niederlage“, notierte sich Anstötz. Vor allem die zweite Halbzeit war geprägt von vielen technischen Fehlern, die zu Gegentoren führten. Da das nächste Spiel erst in zwei Wochen ist, haben die Grefrather nun Zeit sich auf die kommenden Aufgabe zu konzentrieren, zumal es gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf geht. Doppelten Grund zur Freude hatte bei der Turnerschaft St. Tönis deren Trainer Zoran Cutura ein knappes 31:30 über den TV Aldekerk II bejubeln durfte. “So ein Spiel über 60 Minuten macht mir als Trainer richtig Spaß. Selbst wenn wir verloren hätten, wäre die Freude genauso gewesen“, zeigte sich Cutura noch einen Tag später begeistert über das Duell zweier Mannschaft, welches er im Vorfeld schn auf Augenhöhe gesehen hatte. In der ersten Halbzeit ging St. Tönis zwar zwischenzeitlich mit vier Toren in Führung, Aldekerk gelang es aber bis zur Halbzeit auszugleichen. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich die Turnerschaft und blieb bis zum Ende in Front.

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