Handball: Bayers knappe Schlappe

Handball : Bayers knappe Schlappe

Nach dem 29:30 beim VfL Eintracht Hagen rutscht der SC Bayer auf dem neunten Rang der Tabelle ab. In einer turbulenten Partie wechselte die Führung rasant.

Dritte Bundesliga Eine unglückliche Niederlage erlitten die Drittligahandballer des SC Bayer 05 Uerdingen. Mit 29:30 (15:14) ging die gestrige Partie beim VfL Eintracht Hagen verloren. "Wir waren vielleicht das bessere Team, aber Hagen war einfach cleverer", resümierte ein sichtlich enttäuschter Trainer Jörg Förderer. In der Tabelle rutschte Bayer Uerdingen damit auf Platz neun ab.

Dabei begann es in Hagen recht gut für Bayer, das schnell 2:0 führte. Erst in der 13. Minute gingen die Gastgeber mit dem 7:6 erstmals in Führung. Einer der drei von Thomas Pannen verwandelten Siebenmeter bedeutete eine Minute später den 8:8-Ausgleich. Zwischen der 20. und 22. Minute konnte sich Bayer beim 14:10 erstmals entscheidend absetzen.

Bayer wurde leichtsinnig

Hagens Trainer Krzysztof Szargiej nahm in der Phase eine Auszeit, und in der Folge kam sein Team bis zur Pause wieder auf 14:15 ran. Besonders die von den Gastgebern häufig gespielte schnelle Mitte wusste die Bayersieben zu unterbinden. Mit Wiederanwurf wurde Hagen stärker, und als Bayer in der Phase einige eroberte Bälle leichtfertig wieder dem Gegner herschenkte, konnte sich dieser auf 21:18 absetzen.

Doch Bayer kam noch einmal zurück und führte in der 51. Minute wieder mit einem Tor (25:24). In der nun folgenden entscheidenden Spielphase leisteten sich die Uerdinger eine unerklärliche Schwäche, zeigte eine Vielzahl technischer Fehler und warf in den folgenden sechs Minuten kein einziges Tor, Hagen aber deren fünf. So stand es drei Minuten vor dem Ende 29:24 für den VfL Eintracht Hagen. Doch die Bayersieben kam noch einmal zurück, verkürzte zunächst auf 26:29, ehe Hagen auf 30:26 erhöhte.

In den letzten zwei Minuten warf Bayer noch drei Treffer, den 29. und letzten erzielte wiederum Pannen und abermals per Strafwurf. Da standen aber nur zwölf Sekunden auf der Spieluhr und in denen verteidigte Hagen seinen Ballbesitz. "Hätte das Spiel noch etwas länger gedauert, hätten wir doch noch gewonnen", sagte Coach Förderer in einem Anflug von Sarkasmus.

(RP)
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