Handball Bayer nutzt Überzahl nicht

Dritte Liga · 40 Minuten war Uerdingen gleichwertig mit Wilhelmshaven, doch die Gäste siegten 29:24

 Bayers Niklas Weis versucht in dieser Szene, sich gegen die Defensive der Wilhelmshavener durchzusetzen. Georg Auerswald (Nummer 11) versuchte, dies teilweise zu heftig zu verhindern und musste vorzeitig duschen.

Bayers Niklas Weis versucht in dieser Szene, sich gegen die Defensive der Wilhelmshavener durchzusetzen. Georg Auerswald (Nummer 11) versuchte, dies teilweise zu heftig zu verhindern und musste vorzeitig duschen.

Foto: THomas Lammertz

Trainer Olaf Mast hatte es zwar schon immer gesagt, aber nach der samstäglichen 24:29 (12:11) Niederlage gegen den Wilhelmshavener HV dürfte endgültig klar sein, dass man den SC Bayer Uerdingen in dieser und damit anders als in der vergangenen Saison nicht in der absoluten Spitze der Dritten Liga wird erwarten dürfen. Teams wie der samstägliche Gegner, der neue Tabellendritte, oder auch Leichlingen und Wermelskirchen verfügen über andere Möglichkeiten und damit auch stärkere Kader. Trotzdem gehört Bayer weiterhin zur oberen Hälfte des Tabellenmittelfeldes - eine mehr als respektable Platzierung.

Die 200 Zuschauer am Samstagabend im Bayersportpark sahen über mehr als 40 Minuten in einem intensiv geführten Handballspiel zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Besonders in der Anfangsphase stach die bekannte Waffe der Bay-ersieben, die schnellen Tempoge-genstöße. "Deshalb habe ich auch schon nach 17 Minuten eine Auszeit genommen und noch einmal an das erinnert, was wir zur Rückwärtsbewegung in der letzten Trainingswoche besprochen hatten", sagte Wilhelmshavens Spielertrainer Christian Köhrmann über diese Spielsituation, als die Gastgeber mit 7:6 vorne lagen.

Mit einem 12:11 für Bayer wurden die Seiten gewechselt. Entschieden wurde die Partie eine knappe Viertelstunde vor dem Ende, als beim Stand von 17:20 Bayer eine vierminütige Überzahl und die vorangegangene Disqualifikation des Gästespielers Georg Auerswald nicht nur nicht nutzen konnte, sondern mit 1:3 Toren und damit insgesamt 18:23 weiter ins Hintertreffen geriet.

"Eigentlich hatte ich hier eine echte Chance gesehen, das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen", sagte Bayer-Trainer Olaf Mast hinterher. Stattdessen musste er mit ansehen, dass phasenweise sogar die Ordnung im Uerdinger Spiel verloren ging und die Gäste den Vorsprung hielten. So unfertig hatte er sein Team in einer Überzahlsituation eigentlich nicht erwartet.

(RP)
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