Bartmann lässt die Adler jubeln

Handball : Bartmann lässt die Adler jubeln

Der Königshofer Spieler sorgt in der Schlusssekunde in der Nordrheinliga für den Siegtreffer gegen Dinslaken.

Wie eine Achterbahnfahrt stellt sich derzeit die Saison der Adler Königshof dar. Hohe Pleiten gegen Korschenbroich und Wölfe Nordrhein, Sieg gegen Rheinbach, klare Niederlage in Aachen und nun am Samstag ein ganz wichtiger und hart erkämpfter 29:28 (13:14)-Heimerfolg gegen den Tabellendritten MTV Rheinwacht Dinslaken.

Dabei war auch das Spiel nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Allein das Zustandekommen in den Schlussmomenten fasste die Adler-Saison bislang fast schon komplett zusammen: Bei 28:28 kamen die Schwarz-Weißen 21 Sekunden vor Ende in Ballbesitz. Sie fuhren einen schnellen Angriff und Sebastian Bartmann stand plötzlich ganz frei. Dejan Pavlov wollte ihn anspielen, doch der Pass misslang völlig. Dinslaken fing den Ball vielleicht neun Sekunden vor Ende ab. Das Spiel schien gelaufen, die Niederlage programmiert. Doch der Gast verlor den Ball noch schneller, als zuvor die Adler, wieder kam der Pass auf den freistehenden Bartmann. Der zog sofort ab und traf praktisch mit der Schlusssirene zum umjubelten Sieg.

„Wir haben noch einen langen Weg zu gehen. Wir müssen insgesamt einfach konstanter werden. Trotzdem ist der Sieg für die Tabelle und die Köpfe unglaublich wichtig“, sagte Trainer Goran Sopov. Der hatte gegen den so stark gestarteten Aufsteiger zuvor schwerwiegende Ausfälle hinnehmen müssen. Florian Lepper verletzte sich beim Warmmachen, Tim Schellekens (Schulter), Yannik Wendler (Grippe) und Dean Christmann (Arbeit) waren ebenfalls nicht dabei. Doch anders als in den vergangenen Wochen ließ sich das Team nicht verrückt machen und rückte zusammen. Der neue Mittelblock Niklas Funke/Tim Wirtz funktionierte sehr gut und Torwart Florian Lindenau zeigte gerade zum Ende des Spiels eine sehr gute Leistung. Nach vorn war es erneut Timo Hüpperling, der mit acht Toren zu überzeugen wusste.

Damit gewannen die Adler drei der vergangenen vier Heimspiele und sprangen vom letzten Tabellenplatz. Sie sind nun sogar punktgleich mit den Wölfen Nordrhein auf Rang zwölf, dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Es steht noch viel Arbeit vor der Mannschaft, die aber einen wichtigen Schritt gemacht hat.

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