Bartmann bleibt im Nervenspiel cool

Handball: Bartmann bleibt im Nervenspiel cool

Nordrheinligist Adler Königshof gewinnt den Handballkrimi gegen die Nordrhein Wölfe mit 33:32 und landet damit im Kampf gegen den Abstieg einen wichtigen Erfolg. Erik Hampel war mit zehn Treffern Adlers erfolgreichster Werfer.

Mit einem enorm wichtigen 33:32 (17:13)-Heimerfolg gegen die Wölfe Nordrhein gelang den Adlern Königshof am Sonntagnachmittag ein ganz wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Damit zogen die die Krefelder am Gegner vorbei und rückten bis auf einen Zähler an den wichtigen letzten Platz, der zum Klassenverbleib berechtigt, heran. Entsprechend der Bedeutung der Partie war es eine hitzige, hochemotionale Begegnung vor sehr guter Kulisse. Die Gastgeber, bei denen einmal mehr Winterneuzugang Erik Hampel mit zehn Treffern der überragende Offensivspieler war, agierten zur Freude ihrer Fans fast über die gesamte Begegnung aus einer Führung heraus. Es gelang ihnen jedoch trotz wiederholtem vier-Tore-Vorsprung nie, sich vorentscheidend abzusetzen. So wurde es immer mehr ein Kampf- und Nervenspiel.

Drei Minuten vor dem Ende führten die Hausherren knapp mit einem Tor (30:29), als Sebastian Bartmann einen Siebenmeter verwandelte. Schnell antworteten die Gäste. Immer wieder kamen die Adler zur zwei-Tore-Führung, immer wieder folgte der prompte Ausgleich. So stand es 36 Sekunden vor dem Ende 33:32. Die Adler waren in Ballbesitz und nahmen die Auszeit. Wegen Zeitspiels verloren sie den Ball, doch Bruno Zavada fing den langen Pass der Gäste ab und die Adler retteten das knappe und dramatische 33:32 über die Zeit.

Bartmann, der in den Schlussminuten gleich drei Siebenmeter nervenstark verwandelte, sagte zu den Situationen grinsend: „Klar war da Druck, da macht man dann seine vertrauten Würfe.“ Mit diesen Treffern avancierte der Kreisläufer, der insgesamt achtmal traf, gemeinsam mit dem starken Florian Lindenau im Tor und Hampel zum Matchwinner für die Schwarz-Weißen.Deren Trainer Marius Timofte zeigte sich zufrieden. „Es war ein sehr guter Auftritt. Wir haben nur in der Schlussviertelstunde zu viel gewollt und nicht die Ruhe behalten. Dass Florian Lindenau gut drauf ist, habe ich schon unter der Woche gespürt. Sebastian Bartmann hat aus der Vergangenheit gelernt und war sehr stark am Siebenmeter. Für die Adler geht es nun in einer Woche zum nächsten „Abstiegsendspiel“ nach Rheinbach.

Adler: Lindenau – Stattrop (3), Zavada (4), Hampel (10), Funke (3), Thelen, Wendler (5), Lepper, Niehoff, Bartmann (8/4), Hüpperling

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