1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld
  4. Sport

Badminton: Auf dem Weg zur Weltspitze

Badminton : Auf dem Weg zur Weltspitze

Die Zwischenbilanz für die derzeitige Weltranglisten-Siebte im Badminton und gebürtige Hülserin Juliane Schenk lässt auf mehr hoffen: Im Januar dieses Jahres siegte sie beim Auftaktmatch des höchst dotierten Badminton-Turniers "Korea Open".

Bei den Deutschen Meisterschaften holte die Hülserin zum 3. Mal die Goldmedaille im Dameneinzel. Im Februar folgte dann ein historischer Sieg für Schenk und das Deutsche Team: Zum ersten Mal seit 1972 zog eine deutsche Auswahl bis ins Finale ein. Deutschland und Juliane Schenk sind nun Vizeeuropameister.

"Hunger auf mehr"

Vorige Woche folgte dann ein weiterer Überraschungssieg: Schenk besiegte die Weltranglisten-Erste Shixian Wang bei den Mannschaftsweltmeisterschaften im chinesischen Qingdao. "Bislang ist alles durchaus positiv gelaufen. Vor allem die letzte Woche war besonders super. Ich konnte zwei Top-Leute schlagen.

"Das macht Hunger auf mehr", sagt die Badminton-Spielerin im Hinblick auf die kommenden Weltmeisterschaften im August und die Olympischen Spiele 2012, die beide in der Wembley Arena in London ausgetragen werden. Nur ein kleiner Makel in der bisherigen Bilanz bleibt: Für die 28-Jährige reichte es vor heimischer Kulisse im März bei den German Open in Mülheim nur für das Achtelfinale.

  • Isabel Herttrich und Mark Lamsfuss bei
    Olympische Spiele 2021 : Fünf deutsche Sportler kämpfen im Badminton um Gold
  • Sylvia Schenk.
    DFB in der Krise : Sylvia Schenk möchte „Ruhe in den Laden bringen“
  • Simona Halep.
    Nummer drei der Welt : Halep sagt Teilnahme an French Open ab

Danach schied sie aus. "Das war schon enttäuschend - ganz klar. Vor allem, wenn man gegen die spätere Siegerin verliert. Erst lief alles perfekt, und dann habe ich ab dem Viertelfinale mit einer gewissen Handbremse gespielt, obwohl ich topfit war. Seitdem habe ich mit meiner Mental-Trainerin viel zusammen gearbeitet und viele Rädchen gedreht. Aus manchen Niederlagen zieht man den größten Gewinn. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt", sagt sie.

Bereits am Samstag wird Schenk nach Asien fliegen, um drei WM-Vorbereitungsturniere in Thailand, Singapur und Indonesien zu spielen. Danach stehen vier Wochen Trainingslager auf heimischen Grund in Mülheim an. Schenk sieht sich nach dem fulminanten Sieg vorige Woche im perfekten Trainingszustand für die WM: "Ich versuche jetzt meine Form zu halten und gesund zu bleiben. Viel zu verändern gibt es nicht mehr.

Ich habe auf jeden Fall einen Medaillenwunsch für die WM und die Olympischen Spiele in London 2012.", sagt die Krefelderin, die Zeitsoldatin ist und nebenbei Sportmanagement in Düsseldorf studiert. Momentan bleibt dafür aber nicht viel Zeit: Schenk trainiert zweimal am Tag fünf Stunden lang. Für sie ist die Weltmeisterschaft im August eine Generalprobe für die Olympischen Spiele 2012: "Es ist gut, dass wir schon mal auf Tuchfühlung gehen und unter olympischen Bedingungen spielen können", erzählt sie.

Schenk blickt optimistisch auf die zwei großen Ereignisse, obwohl die Asiatinnen sich weiterhin stark präsentieren. Nicht zu vergessen die Däninnen, gegen die das deutsche Team bereits bei der EM verlor. "Das Tolle beim Badminton ist, dass jeder fast jeden schlagen kann. Alles ist möglich, sofern der Tag es hergibt. Das hat man ja auch letzte Woche gesehen. In China bin ich jetzt richtig bekannt", sagt die Hülserin lachend.

(RP)