Anna Keyserlingk vom SC Bayer Uerdingen ist im Dreikampf Deutsche Vizemeisterin U18

Leichtathletik : Anna Keyserlingk ist im Dreikampf Deutsche Vizemeisterin

(RP) Für den positiven Höhepunkt der Athleten des SC Bayer 05 Uerdingen bei den Deutschen U18 und U 20 Meisterschaften in Ulm sorgte Anna Keyserlingk. Die noch 15-jährige Mehrkämpferin setzte im Donaustadion mit dem Start im Dreisprung auf die richtige Karte.

Denn in ihrem erst zweiten Wettkampf in dieser Disziplin gewann sie Silber mit der neuen Bestleistung von 12,18 Metern. Nur Solveig Arndt aus Dresden sprang mit 12,35 Metern weiter. Über die 100 Meter Hürden, die parallel stattfanden, hätte die Hülserin wahrscheinlich „nur“ Endlauf- aber keine Medaillenchancen gehabt.

Auch für Tessa Srumf über 400 Meter U18 war ein Medaillengewinn in greifbarer Nähe. Nach einem souveränen Vorlaufsieg in 56,29 Sekunden ging im Finale ihre aggressive Laufeinteilung nicht auf. Nachdem sie noch bei 300 Metern auf Platz zwei lag, verließen sie auf der Zielgeraden zusehends die Kräfte. Platz sechs in 57,17 Sekunden entsprachen letztlich nicht dem Leistungsniveau der Lankerin (Bestzeit 56,00 Sekunden), die zuvor bereits vier Mal eine Zeit gelaufen war, die im Finale zu Silber gereicht hätte.

Für Luca Overmeyer hieß das Ziel im Hammerwurf der männlichen Jugend U18, eine Endkampfplatzierung zu erreichen. Das gelang ihm als Siebtem mit der Weite von 54,42 Metern, womit er gegenüber den Winterwurf-Meisterschaften im Februar sogar noch einen Rang besser abschnitt.

Den nächsten Tiefschlag musste das mit großen Ambitionen angereiste Uerdinger Team im 110 Meter Hürdenlauf der U20 hinnehmen. Im Vorlauf und im Halbfinale lief noch alles nach Plan für Albert Kreutzer. Er qualifizierte sich locker nach 14,38 Sekunden und 14,33 Sekunden für den Endlauf. Dort lag er nach der Hälfte des Rennens auf Platz drei, strauchelte aber an der fünften Hürde, so dass er in die nächste Hürde trat und stürzte. Aus war der Traum von der schon fast sicheren Medaille.

Für eine positive Überraschung sorgte Mittelstrecklerin Pia Szymanowski. Zunächst lieferte sie einen couragierten Vorlauf ab und qualifizierte sich mit neuer Bestzeit von 4:49,70 Minuten sicher für das Finale. Dort konnte sie diese Zeit noch einmal auf 4:49,39 Minuten verbessern und wurde Elfte. Eine noch bessere Zeit und Platzierung verhinderte eine Rempelei eingangs der Zielkurve, durch die sie fast zu Sturz kam.

Nora Glages Ziel war das Halbfinale über 100 Meter Hürden der weiblichen Jugend U20, das sie in 14,86 Sekunden auch erreichte. Dort konnte sie sich nicht mehr steigern (15,17 Sekunden) und schied aus.

Erst gar nicht antreten konnte Nina Schröter als Drittbeste der Meldeliste über 400 Meter Hürden U20, da sie vor dem Halbfinale über Unwohlsein klagte.

Platz elf gab es für Johanna Giersch im Hammerwurf U20, die die ersten beiden Versuche ungültig machte und mit 48,31 Metern im dritten Durchgang den Endkampf um knapp einen Meter verpasste.

Zu Rang 18 reichte es für Lea Sollmann im Speerwerfen der U20 (42,14 Meter), während beide Mädchenstaffeln U20 und U18 die Finals verpassten.