Andre Schiefer ist neuer Trainer der Hockey-Damen des Crefelder HTC

Hockey : Schiefer neuer Trainer der Hockey-Damen

Neue Methoden sind ihm wichtig, doch entscheidend die Leidenschaft. Der Aufstieg in die Bundesliga ist für ihn ein Fernziel.

(nose) Der ehemalige Nationalspieler Andre Schiefer tritt die Nachfolge von Sebastian Folkers als Coach der Hockey-Damen des Crefelder HTC an. Folkers übernimmt nach nach den Aufstiegen in der Halle und auf dem Feld zur neuen Saison die Herren des Düsseldorfer HC. Damit verliert der CHTC nach Manager Robert Haake einen weiteren Mitarbeiter aus einer Schlüsselposition.

Schiefer ist Lehrer und hat somit auch zu jungen Spielerinnen einen guten Draht. Zudem kann der 51-Jährige auf reichlich Erfahrung als Hockeyspieler und -trainer zurückgreifen. Seine Spielerlaufbahn begann beim Rheydter SV, bevor er mit 17 Jahren zum Gladbacher HTC wechselte. Beim Crefelder HTC war er kurz nach seinem Wehrdienst aktiv. Neben dem EM- und WM-Titel mit den deutschen Junioren lief er auch 36-mal für die A-Nationalmannschaft auf. Nur den Sprung zu Olympia 1992 verpasste er knapp. „Aber ich bin trotzdem zufrieden mit dem, was ich im Hockey erlebt habe, und kann nicht sagen, dass ich unglücklich wäre.“

Teil dieser Erlebnisse ist auch seine langjährige Trainiertätigkeit, unter anderem beim GHTC und dem RSV. Sein längstes Engagement übte er jedoch bei Schwarz-Weiß Neuss aus, wo er als (Spieler-)Trainer von der Verbandsliga bis in die Bundesliga aufstieg und acht erfolgreiche Jahre auf und neben dem Platz verbrachte. In der vergangenen Saison trainierte er die Herren des Club Raffelberg, die in der Regionalliga spielen. Ein Damenteam ist somit auch für ihn Neuland, auch wenn er bereits Mädchenmannschaften trainiert hat.

„Man spricht heute immer über Taktik, Technik, es werden Videos gemacht und auch während des Spiels wird viel über Headsets etc. kommuniziert“, sagt er. „Diese Entwicklung finde ich gut, aber das Entscheidende ist die Leidenschaft. Das hat mir mein Vater, der mich lange Zeit in der Jugend trainiert hat, schon so beigebracht.“

Festlegen auf ein Ziel möchte er sich nicht: „Ich habe mit dem Vorstand noch nicht konkret über Ziele gesprochen. Zudem erarbeite ich das Ziel immer gemeinsam mit der Mannschaft. Es wäre aber schon vermessen, jetzt zu sagen, dass wir unbedingt aufsteigen wollen, da wir auch mehr Abgänge als Neuzugänge haben. Der Aufstieg in die erste Liga ist momentan eher ein Fernziel.“

Auch Privat ist er eng mit dem Hockey verbunden. Seine Frau spielte unter ihrem Mädchennamen Stefanie Krauß ebenfalls in der Nationalmannschaft.

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