Adler Königshof: Torjägerin Marie Küppers vor dem Absprung nach Westfalen

Handball : Marie Küppers vor dem Absprung nach Westfalen

(svs) Im Herbst, bis zur Weihnachtspause, hatten die Adler Königshof eine kleine Schwächephase. In dieser Zeit verlor das Team einige Spiele, doch im neuen Jahr starteten die Schwarz-Weißen mit zwei klaren Siegen: Gegen den Tabellenzweiten HSG Hiesfeld/Aldenrade feierte die Mannschaft ein verdientes 29:25, gegen den TV Lobberich, den die Adler durch den Sieg in der Tabelle hinter sich ließen, gab es einen 24:20-Sieg.

53 Tore schoss das Team also in den beiden Erfolgen. 21 davon – zehn gegen Hiesfeld, gar elf gegen Lobberich – gingen auf das Konto von Marie Küppers. Die 24-Jährige steht damit auf Rang drei der Torschützinnen der Oberliga. „Dabei ist sie aber die einzige, die keine Siebenmeter wirft. Ihre 81 Tore hat sie alle aus dem Feld heraus gemacht. Marie ist unglaublich schnell und sie hat eine gute Wurfquote. Sie ist meist kaum zu halten“, schwärmt ihr Trainer Ingo Häußler.

Der stellte eigens das System um, um seine Torjägerin noch besser zur Geltung zu bringen. „Sie hat die Aufgabe, bei Würfen des Gegners sofort zu starten. Für Abpraller sind andere zuständig. Sie soll ihre Stärken voll ausspielen. Wir setzen im Gegensatz zur Vergangenheit heute viel mehr auf schnelles Umschaltspiel und dafür ist sie optimal geeignet“, sagt Häußler. Mit ihren Toren führte Küppers ihr Team trotz besagter Schwächephase im Spätherbst auf Rang sechs nach der Hinrunde.

„Ihr großer Vorteil ist auch, dass sie extrem konstant ist. Sie hatte in der Hinrunde zwei schwächere Spiele. Bei einem war sie angeschlagen, beim anderen ist sie am Vormittag einen Halbmarathon beim Köln-Marathon gelaufen. Da ist verständlich, dass die Frische etwas fehlte“, sagt ihr Trainer grinsend.

Auch neben dem Spielfeld dreht sich bei der Viersenerin alles um Handball, denn hauptberuflich arbeitet sie für die HBF, die Frauen-Handball-Bundesliga. Was für die Torjägerin gut ist, ist für die Adler vermutlich eine schlechte Nachricht. „Sie arbeitet in Dortmund und ist nun dort hin gezogen. Darum ist die Anreise zum Training und zu Spielen sehr weit. Sie wird darum vermutlich im Sommer wechseln“, sagt Häußler. Noch versucht er, die Linksaußen vom Bleiben zu überzeugen, will sie aber auch bei der Vereinssuche unterstützen.