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Lokalsport: Adler erst auf Höhenflug, dann im Sinkflug

Lokalsport : Adler erst auf Höhenflug, dann im Sinkflug

Handball: Der Drittliga-Aufsteiger aus Königshof holte in der neuen Klasse erst zwei Siege

Für die Handballer der DJK Adler Königshof geht ein turbulentes Jahr zu Ende. Der Höhenflug führte die Adler in die Dritte Liga, im Sinkflug droht jedoch die Rückkehr in die Oberliga nächstes Jahr. Zum Vergleich: In der bislang letzten Oberliga-Rückrunde haben sie genauso viele Pluspunkte geholt wie in der ersten Drittliga-Hinrunde Minuspunkte.

Dabei war schon der Aufstieg in die Dritte Liga, der den größten Erfolg der bisherigen Vereinsgeschichte darstellte, schwer genug. Nach der souveränen Oberliga-Meisterschaft mussten die Königshofer erst einmal eine dramatische Relegation gegen den TuS Opladen überstehen. Am 12. Mai reichte Adler nach dem 32:27-Hinspielsieg eine 33:36-Niederlage in der Opladener Bielerhalle. Das Polster aus dem Hinspiel war bereits nach acht Minuten beim Stand von 3:8 aufgebraucht. Dann kippte die Partie zum ersten Mal. Die Gäste aus Königshof führten drei Minuten vor dem Pausenpfiff mit 19:13 und hatten, das Hinspielergebnis miteingerechnet, nun elf Tore Vorsprung. Doch die Entscheidung war es noch nicht. In der 47. Minute war wieder Opladen beim Stand von 29:24 aufgestiegen. Erst mit der Schlusssirene durften die Königshofer jubeln.

In der neuen Spielklasse trafen sie dann gleich zu Beginn auf die Topteams der Liga, unter anderem den Krefelder Stadtrivalen SC Bayer 05 Uerdingen, holten sich zwar Komplimente, aber keine Punkte ab. Erst an den Spieltagen sechs und sieben feierte Adler in Bielefeld bzw. daheim gegen Gummersbach die ersten und bislang auch einzigen Siege in der neuen Spielklasse. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt nahm sich der Aufsteiger Zeit für seine Krise. Ausgerechnet als er auf die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf traf. Eine deutliche 21:29-Niederlage am drittletzten Hinrundenspieltag gegen den OSC Rheinhausen kostete Aufstiegstrainer Hubert Krouß den Job. Aber auch unter Interimscoach Dirk Wolf holten die Königshofer keine Punkte mehr und haben bereits fünf Zähler Rückstand zum rettenden Ufer.

(RP)