Kommentar: Adduono bleibt ein Krefelder

Kommentar: Adduono bleibt ein Krefelder

Von "endlich" bis "sehr schade" reichen in den sozialen Netzwerken die Kommentare, als bekannt war, dass Rick Adduono seinen Cheftrainer-Posten bei den Pinguinen abgibt. "Endlich" spiegelt sich natürlich in den Tabellenständen der vergangenen beiden Spielzeiten wider. "Sehr schade" spiegelt die zweifelsohne großen Verdienste des Kanadiers und den sympathischen Menschen Adduono wider. In dieser Saison wurde er Opfer des großen Verletzungspechs und der Tatsache, dass die vielen Ausfälle mangels finanzieller Mittel nur zweitklassig kompensiert werden konnten. Ansonsten stimmte die Chemie zwischen Trainer und Team. Über Taktik und System lässt sich immer streiten. Unterm Strich hat er in Zusammenarbeit mit seinem Assistenten Marian Bazany mehr richtig als falsch gemacht.

Ein Trainerwechsel kann für frischen Wind und sportlichen Aufschwung sorgen. Er kann aber auch nichts bewirken, besonders bei den Pinguinen. Denn noch ist nicht zu erkennen, dass die neue Mannschaft alleine vom Papier her das Zeug besitzt, in die Play-offs zu kommen, oder der neue Coach die Qualität besitzt, das Gegenteil zu beweisen.

Rick Adduono wird in seiner kanadischen Heimat Thunder Bay den Pinguinen als Berater und Scout erhalten bleiben und das freundschaftliche Verhältnis zu Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz pflegen. Aber auch ohne diese Verbindungen bleibt er ein Krefelder und ist hier immer herzlich willkommen. Und vielleicht heißt es in einem Jahr nur noch "sehr schade". hgs

(RP)