A-Jugend der HSG Adler Königshof/Rhein Vikings spielt künftig in der Handball-Bundesliga

Überraschend starke Leistung : A-Jugend spielt künftig in der Handball-Bundesliga

Die Spielgemeinschaft aus Adler Königshof und Rhein Vikings Neuss hat sich für die höchste deutsche Klasse qualifiziert.

Als vor einigen Wochen die Adler Königshof und die Rhein Vikings Neuss Gespräche über eine Zusammenarbeit in der Jugend aufnahmen, da schien die Zeit, ein konkurrenzfähiges Team rechtzeitig zur Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga auf die Beine zu stellen, sehr kurz. Fast genau einen Monat ist es her, da unterschrieben beide Seiten den Kooperationsvertrag. Die Mannschaft war ein zusammengewürfelter Haufen aus Spielern aus Königshof, dem Krefelder Umland und dem Neusser Bundesligateam der Vorsaison. Gerade zwei Wochen hatte die Mannschaft Zeit, sich für die erste Runde der Qualifikation einzuspielen.

Diese muss im Handball vor jeder Saison absolviert werden, um sich für die entsprechenden Ligen zu qualifizieren. Zu groß sind oft die Leistungsunterschiede zwischen den Jahrgängen, so dass Ausreißer nach unten oder oben vermieden werden sollen. Damit aber die Ligen entsprechend vorbereitet, die Spielpläne erstellt und organisatorische Dinge geregelt werden können, werden diese Qualifikationsrunden unmittelbar nach der beendeten und nicht vor der beginnenden Spielzeit gespielt.

Entsprechend hart war die Aufgabe, der sich die Mannen von Trainer Josip Jurisic gegenüber sahen. Doch die Mannschaft lieferte von Beginn an, gewann ihre beiden ersten Turnierrunden unter anderem gegen den Nachwuchs von Traditionsteam TuSEM Essen und stand so in der Finalrunde. Die Gegner waren dabei sehr starke Jugendmannschaften aus Westfalen. „Aber meine Jungs haben ein unglaubliches Herz und Willen an den Tag gelegt und sich verdient durchgesetzt“, sagt Trainer Jurisic.

Der erste Auftritt gegen den Letmather TV war dabei noch ein enges Match. Mit 28:25 setzte sich das neu gegründete Team durch. Was aber dann folgte war eine Demonstration der Stärke: 30:21 gegen das Handballleistungszentrum Ahlen und gar 32:13 gegen den Turnier-Zweiten DJK Oespel-Kley. Die Mannschaft, die unter Adler Königshof firmiert, zelebrierte Handball auf höchstem Jugendniveau. Dabei waren es nicht nur die Stars des Teams um Torwart Paul Dreyer, Til Klause, Steven Kurth oder Patryk Rutzky, die überzeugten. „Im letzten Spiel habe ich beim Stand von zehn vor die komplette Mannschaft durchgewechselt und die Bank gebracht. Das Ergebnis zeigt: Die Jungs waren keineswegs schlechter als die Starter. Das war wirklich überragend“, erzählt der Trainer.

Das Lob für den Mannschaftserfolg will er aber keinesfalls selbst einstecken. „Du Jungs haben wirklich gebrannt. Alle Spieler wollten es unbedingt und ich danke vor allem den Eltern, die in diesen Wochen ihre Kinder die ganze Zeit zum Training gefahren und unterstützt haben. Das war überragend“, sagt Jurisic. Damit wurde das ganz große Ziel erreicht.

Das zweite Ziel, die A2 in der Nordrheinliga zu platzieren, wurde knapp verpasst. „Da fehlte ein bisschen Qualität und vor allem das nötige Glück“, sagt Jurisic. Nun hoffen die Verantwortlichen, die Reserve in die Oberliga zu bringen. Hier folgt die finale Qualifikationsrunde in rund drei Wochen. Gelänge auch das, wäre die Adler-Glückseeligkeit vollkommen.