Lokalsport: 4:1 - Fischeln überrascht auch bei TuRu

Lokalsport: 4:1 - Fischeln überrascht auch bei TuRu

Der Fußball-Oberligist spielt befreit auf, feiert den zweiten Sieg in Folge und klettert auf Platz 16.

Spaß am Fußball ohne den Blick auf die Tabelle. Getreu diesem Motto feierte der VfR Fischeln kürzlich seinen ersten Heimsieg. Und das von Trainer Josef Cherfi verordnete Rezept zeigte auch gestern Wirkung, denn die Krefelder legten durch einen hoch verdienten 4:1 (1:0)-Sieg bei TuRu Düsseldorf einen weiteren Dreier nach. In der Tabelle kletterte die Cherfi-Elf auf den 16. Platz. Die Situation im Abstiegskampf ist aber nach wie vor unverändert schwierig. Wie sehr, wird sich erst dann zeigen, wenn alle Konkurrenten ihre Nachholspiele absolviert haben. Dazu zählt seit gestern sicherlich auch TuRu, denn was die Düsseldorfer boten, war alles andere als ligatauglich. Das soll die Leistung der Grün-Weißen aber nicht schmälern. Im Gegenteil: Es ehrt sie, dass sie trotz der aussichtslosen Lage alles in die Waagschale werfen und die Saison offenbar noch lange nicht abgehakt haben.

Beim Aufwärmen erwischte es Keeper Hendrik Sauter, so dass Leon Buschen kurzfristig zwischen die Pfosten musste. Buschen verlebte aber insgesamt einen ruhigen Nachmittag, denn von den zu statischen Gastgebern ging kaum Gefahr aus. In der spielerisch durchschnittlichen Begegnung setzen die Gäste die Akzente nach vorne. Nach zwanzig ereignislosen Minuten war Dominik Oehlers über rechts auf und davon, doch im Zentrum verpasste Michael Andres dessen flache Hereingabe (20.). Nur zwei Minuten später war ein schöner Angriff vom Erfolg gekrönt. Stefa Linser schickte den spielfreudigen Oehlers auf die Reise und dessen Flanke köpfte Andres zum 0:1 ein (22.). Oehlers und Andres harmonierten im Übrigen auch sonst recht gut und stellten TuRu vor einige Probleme. Kurz vor der Pause hatte Philip Reichardt das 2:0 auf dem Fuß (42.) und Oehlers "Hunderprozentige" landet in den Armen von Torhüter Pierre Mendes da Costa (45.). Dazwischen musste Buschen gegen Saban Ferati das einzige Mal ernsthaft eingreifen.

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Wer mit erhöhten Druck der Hausherren nach der Pause rechnete, sah sich getäuscht. Denn TuRu war offenbar nicht fähig, den Hebel umzulegen. Die gut stehende VfR-Abwehr tat allerdings mit konsequenter Arbeit ihr Übriges. Den Gästen kam zudem das schnelle 2:0 entgegen, das Oehlers nach einem Alleingang erzielte (48.). Und spätestens nachdem Haktan Cakir nach einer Ecke auf 3:0 erhöhte, hatte sich die Frage nach dem späteren Sieger erledigt. Christos Pappas traf per Freistoß noch zum 4:0 (66.), Florian Abel verkürzte für die zu spät aufgewachte Turu (84.). Cherfi war natürlich hoch zufrieden: "Das hat die Mannschaft gut gemacht. Wir sehen jetzt von Spiel zu Spiel, wollen den einen oder anderen ärgern und vielleicht in den Abstiegskampf mitnehmen."

(RP)