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23:30 - HSG Krefeld im Angriff zu unkonzentriert

2. Handball-Bundesliga : 23:30 - HSG Krefeld im Angriff zu unkonzentriert

Der Handball-Zweitligist musste sich auch beim VfL Lübeck-Schwartau geschlagen geben. Torwart Toth hielt sein Team mit tollen Paraden lange im Spiel.

Autobahnfahrten zu Weihnachten führen im Sport manchmal zu interessanten Treffen auf Raststätten. So erging es am zweiten Weihnachtsfeiertag auch Handball-Zweitligist HSG Krefeld auf dem Weg zum Auswärtsspiel in Lübeck, wo zwar wieder der Kampf und die Einstellung stimmte, aber beim 23:30 die Belohnung dafür nicht abgeholt wurde. Auf der A1 traf man nicht nur auf die U23 des KEV’81, sondern auch Ligarivale TuS Ferndorf, der zeitgleich nach Hamburg musste. Auch der verletzte Tormann Frederik Stammer war mit nach Lübbeck gefahren. „Meine Familie ist heute hier in der Halle. Schade, dass ich nicht mitspielen kann“, sagte der Däne, der nach der Partie mit in die Heimat reiste. Das allerdings mit einem kleinen Hoffnungsschimmer: „Das MRT hat einen Außenriss am Meniskus ergeben. Ich brauche nicht operiert werden und hoffe, Anfang Januar wieder mit dem Training anfangen zu können.“

Stammer sah in den ersten sechs Minuten seine Teamkameraden gut auftrumpfen. Der HSG sah man an, dass die sich sehr gut auf den Gegner vorbereitet hatte. „Da ist der Matchplan von Tim Gentges und mir voll aufgegangen“, sagte Trainer Felix Linden nach dem Spiel. Auch ein Grund, dass die HSG vor 2176 Zuschauern nach 17 Minuten mit 8:7 führte, war die überragende Leistung von Torhüter Norman Toth. Doch dann kam genau das, worin das Duo Linden/Gentges noch viel Arbeit investieren muss. Der Angriff wurde unkonzentrierter, neun technische Fehler sowie Abspielfehler sorgten dafür, das es zur Halbzeit 13:9 für den VfL hieß. Hinzu kam auch, dass Krefelds Abwehrchef Damian Janus früh die zweite Zeitstrafe kassierte. „Wir haben Damian dann in der ersten Halbzeit draußen gelassen, um ihn nicht zu verheizen. In der zweiten Hälfte hat er dann gut gedeckt, ohne eine Zeitstrafe zu bekommen“, sagte Linden. Dass es direkt nach dem Seitenwechsel keinen Einbruch im Krefelder Spiel gab, ließ für die letzten 30 Minuten hoffen. Aber nur kurz, den dieser folgte erstmals ab der 36. Minute. „In der Phase haben wir wieder einige technische Fehler zu viel gemacht und den Gegner zum Torewerfen eingeladen. Und dann geht Lübeck halt weg. Letztendlich ist die Niederlage um einige Tore zu hoch ausgefallen“, sagte Gentges nach dem Spiel. Dass Dominic Luciano in den letzten Minuten vier seiner sechs Tore warf, begründete der Kreisläufer so: „Das war am Ende nur Ergebniskosmetik, Lübeck hatte ja komfortabel geführt. Letztendlich haben wir zuvor zu viele technische Fehler gemacht, und das war der ausschlaggebend für die Niederlage.“

HSG: Nippes, Toth – Schiffmann (1), Schöneseiffen (1/1), Sario (3), Wöstmann, Cutura (1), Janus, Roosna, Vonnahme (3), Luciano (6), Gentges, Schulz (2), Ciupinski (2), Brüren (4).