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Skateranlage am Voltaplatz wird weiter aufgerüstet.

Krefeld : Skateranlage erstrahlt in neuem Glanz

Neue Hindernisse und ein Bolzplatz: Die Skateranlage am Voltaplatz wurde und wird weiter aufgewertet.

Viel Betrieb herrschte in der vergangenen Woche am Voltaplatz. Drei Tieflader und ein 100-Tonnen-Kran standen hier und luden bis zu 35 Tonnen schwere Betonteile ab. Diese wurden auf dem Platz positioniert und verbunden. Geländer wurden zur Sicherheit angebracht und die Teile verklebt und gestrichen. Nun sind die brandneuen Hindernisse, eine Half-Pipe und eine sogenannte „Fun-Box“ - ein Gerät, das zumindest Teilweise an den Kiel eines gekenterten Schiffes erinnert - zur Nutzung freigegeben. Die Jugendlichen auf dem sehr beliebten Areal nahmen die beiden neuen Hindernisse sofort in Beschlag.

Mit Skateboards, Scootern - kleinen Tretrollern, wie sie auch im Stadtbild oft zu sehen sind -, oder speziellen Fahrrädern nutzten sie die Geräte für Sprünge, Drehungen und andere Figuren. „Damit wird die Anlage immer weiter aufgewertet. Schon bisher genoss sie auch im Umland einen sehr guten Ruf. Jugendliche sind sogar von Außerhalb mit dem Zug angereist, um hier ihrem Hobby nachzugehen“, berichtete Mathias Hoeps vom Fachbereich Jugendhilfe bei der Einweihung. Er war federführend bei der Planung beteiligt und organisierte als Bezirksjugendpfleger eine Sammlung der Interessen der späteren Nutzer.

Betreut wurde das Projekt von Andrea Brönner vom Fachbereich Grünflächen der Stadt Krefeld. Gut ein Jahr hatten Konzeption, Ausschreibung, Bestellung und Bau in Anspruch genommen. Gut die Hälfte der insgesamt 56.000 Euro Kosten hatte das Land NRW bereitgestellt. Für 36.000 Euro zeichnete dessen Förderung verantwortlich. Rund 3.000 Euro kamen vom Jugendbeirat, den Rest trägt die Stadt Krefeld. Doch die Maßnahme erschöpft sich nicht mit den beiden neuen Hindernissen. Auch ein Bolzplatz wird gebaut. Dieser soll ähnlich aussehen, wie der am Frankenring. Allerdings etwas größer, dafür aber ohne übergespanntes Netz.

„Der Bolzplatz soll im Juli eingeweiht werden. Noch fehlt der Boden und die Zaunelemente, die sechs Meter hoch sein werden. Hier ist der optimale Ort für einen solchen Platz. Wir sind weit genug entfernt von jeder Wohnbebauung, dass wir keinerlei Einschränkung der Nutzungszeit vorgeben müssen“, erläutert Heino Thies, Abteilungsleiter im Fachbereich Grünflächen. „Gern würden wir auch noch eine Beleuchtung anbringen, um die Nutzungszeit auch in den Wintermonaten zu verlängern. Das ist aber derzeit nicht im Budget“, fährt er fort.

Der Skaterpark entstand in den 90er Jahren. Das Regenrückhaltebecken an der Voltastraße war damals gerade gebaut worden, wodurch eine große, betonierte Fläche entstand. Diese wurde aufgrund der optimalen Lage - mitten in der Stadt, aber ohne direkt anliegende Wohnbebauung und damit Lärmschutzauflagen - der Jugend zur Verfügung gestellt.

Die Verantwortlichen arbeiteten von Beginn an intensiv mit den späteren Nutzern zusammen und gingen auf deren Wünsche ein. So entstanden auch legale Graffitiflächen und eine BMX-Strecke gleich hinter dem eigentlichen Skaterpark.

Jeden Tag sind Dutzende Jugendliche hier und haben gemeinsam Spaß. Krefelds Jugendpark wird mit den neuen Anlagen noch beliebter werden und bei jungen Leuten ein gutes Licht auf die Stadt werfen.