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Sinkende Rheinpegel sind erneut Problem für Schifffahrt

Wirtschaft in Krefeld : Sinkende Rheinpegel sind erneut Problem für Schifffahrt

Meteorologen prohezeien laut Binnenschifffahrt-Online einen weiteren Hitze-Sommer, 2020 könnte das zweitwärmste Jahr seit Beginn der globalen Messungen im Jahr 1850 werden.

Die anhaltende Trockenheit führt nicht nur zu Problemen in der Land- und in der Forstwirtschaft. Auch die Binnenschifffahrt leidet zunehmend unter fallenden Pegeln. Schlussendlich wären auch die Häfen – darunter die Rheinhafen Krefeld GmbH &Co KG – vom Fortgang der Entwicklung wirtschaftlich betroffen „Auf dem Rhein werden wegen fallender Pegel erste Kleinwasserzuschläge erhoben. Meteorologen warnen vor einem weiteren trockenen Sommer“, meldetet das Portal Binnenschifffahrt online.

Kleinwasserzuschläge werden fällig, wenn die Pegel an bestimmen Messtationen am Rhein unter eine bestimmte Marke fallen. In Kaub sind es 119 Zentimeter (cm) mit weiter fallenden Tendenz. Die kritische Marke liegt hier bei 1,50 Meter. Transporte zu den Terminals in Mainz, Frankfurt, Mannheim, Ludwigshafen, Wörth, Stuttgart, Straßburg und Basel können daher mit Zuschlägen belegt werden.

Besser sehe es noch am Niederrhein aus. Die Pegel in Emmerich (135 cm) und Duisport-Ruhrort (290 cm) fallen ebenfalls seit Tagen, liegen momentan aber noch deutlich über dem so genannten Mininmalniveau von 70 cm beziehungsweise  270 cm, das für Kleinwasserzuschläge unterschritten werden muss. Die Terminals in Emmerich, Duisburg, Krefeld, Dortmund, Düsseldorf, Neuss, Köln, Bonn and Trier können also noch zum Normaltarif angefahren werden.

Meteorologen prohezeien laut Binnenschifffahrt-Online einen weiteren Hitze-Sommer, 2020 könnte das zweitwärmste Jahr seit Beginn der globalen Messungen im Jahr 1850 werden. Im März habe es zudem zu wenig geregnet – in Deutschland seien nur 50 bis 75 Prozent der üblichen Menge gefallen.

Im vergangenen Jahr haben Binnenschiffe insgesamt 205,1 Millionen Tonnen befördert. Damit hätten die Verluste aus 2018 nur zum Teil kompensiert werden können, meldetet das Portal. Auf deutschen Flüssen und Kanälen gab es ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem vom Niedrigwasser geprägten Vorjahr. 2018 waren die Mengen aufgrund des extremen Niedrigwassers um rund elf Prozent  gefallen. Auch die Verkehrsleistung habe nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) im vergangenen Jahr um 8,6 Prozent auf rund 50,9 Milliarden Tonnenkilometer zugenommen.