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Serie Randsportarten: Das sind die Krefelder Sport Vereine

Krefelder Vereine und Randsportarten : So bunt ist Krefelds Vereinslandschaft

Kaum eine Kommune hat so eine vielseitige Vereinslandschaft wie Krefeld, sagt der Stadtsportbund. Nachwuchs, Amateure und Profis können hier aus den Vollen schöpfen. Doch es gibt auch Vereine, die mit sinkenden Mitgliederzahlen kämpfen.

Es geht wieder los – das ist das Motto, das viele Krefelder Vereine antreibt. Mehr als zwei Jahre Pandemie liegen hinter ihnen, und so soll es nach den Sommerferien zurückgehen zu einer neuen Normalität, wie es Jens Sattler, Geschäftsführer des Stadtsportbundes (SSB) Krefeld, formuliert. Doch auch die Vereinsmitglieder und Sportbegeisterten, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren auf die Bremse treten mussten, stehen in den Startlöchern und freuen sich, das Angebot Krefelds zu entdecken. „Der Fokus der Öffentlichkeit liegt sicherlich auf Schwimmen und Fußball“, sagt Jens Sattler. Doch auch darüber hinaus „haben wir unglaublich viele Vereine in Krefeld und auch unfassbar viele Bundesligisten und Vereine, die in den höchsten Ligen spielen“, berichtet der SSB-Geschäftsführer.

 Jens Sattler ist Geschäftsführer des Stadtsportbundes.
Jens Sattler ist Geschäftsführer des Stadtsportbundes. Foto: Sven Schalljo

Stellt sich für den Nachwuchs, Einsteiger und Wiedereinsteiger die Frage: Was wird mir in Krefeld neben den bekannten Sportarten wie Fußball, Eishockey, Tennis und Schwimmen eigentlich geboten? Die Antwort ist simpel: Jeder kann hier auf seine Kosten kommen. Von Fechten und Minigolf über Cheerleading und Parkour bishin zu Angeln und Unterwasserrugby gibt es für jedes Interesse auch einen Verein, der dieses bedienen kann. „Wir sind in der Breite einfach sehr gut aufgestellt“, sagt Sattler.

 Squash konkurriert mit Tennis und Badminton. Lernen kann man es in der Turnhalle Niederrhein.
Squash konkurriert mit Tennis und Badminton. Lernen kann man es in der Turnhalle Niederrhein. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)
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Disziplin, Ausdauer und Respekt erlernt man beim Fechten, wenn es darum geht, dem Gegner einen Schritt voraus zu sein. Präzisionssportarten, die Ausdauer und eine gute Hand-Augen-Koordination erfordern, sind Minigolf und Billard. Beim Parkour und Cheerleading geht es um Akrobatik, Körpergefühl und Disziplin, beim Squash um Schnelligkeit und ein gutes Auge. „Wer sich informieren möchte, der ist bei uns genau richtig“, sagt Sattler. „Wir können Tipps geben, welche Sportart zu den Interessen passen könnte und den Kontakt zum Verein herstellen.“

 Das Training im Sport Parkour des SC Bayer 05 findet in der  Halle und auf der Straße statt.
Das Training im Sport Parkour des SC Bayer 05 findet in der  Halle und auf der Straße statt. Foto: Marcel Nguyen /SC Bayer 05

Dabei sei der Blick nach links und rechts sehr vorteilhaft. Denn in einigen Sportarten werden Wartelisten geführt, ist man einer von vielen. Wer aber in einen Sport hineinschnuppern möchte, den vielleicht nicht jeder auf dem Radar hat und offen ist für Neues, der wird in Krefeld mit Sicherheit fündig. Darauf setzen auch die Vereine, die nicht so populär sind wie andere. „Es gibt natürlich Sportarten, die beim Nachwuchs nicht mehr so beliebt sind wie früher“, sagt Sattler. „Squash ist zum Beispiel etwas, das meine Generation sehr gerne gespielt hat.“ Daran, dass in der Region viele Squashhallen schließen mussten, könne man jedoch erkennen, dass das Interesse weniger geworden sei. Das gleiche Schicksal ereilt den Billardsport, der viele Generationen geprägt hat, heute jedoch als Vereinssport kaum noch wahrgenommen wird – wobei beide Sportarten aufgrund ihrer individuellen Anforderungen extrem reizvoll seien. „Beliebt sind hingegen Basketball, Cheerleading oder American Football, Parkour und eSport – mit solchen modernen Sportarten ist man eher bei der Jugend“, erklärt Sattler. Auch seine Tochter hat über den Tellerrand geblickt und sich für eine Sportart entschieden, die nicht viele Mädchen betreiben. „Sie hat American Football für Mädchen für sich entdeckt, das es in Krefeld erst seit Anfang des Jahres gibt“, sagt Sattler. Wer also die Vielfalt der Sportarten im Blick hat, kann so einiges entdecken.

In den kommenden Wochen stellt die Rheinische Post Krefeld einige der Vereine in Krefeld vor, die zu den Randsportarten zählen, darunter Fechten, Skaterhockey, Minigolf, Cheerleading, Parkour, Cricket, Squash und Billard. Die Vereine berichten, welche Ausstattung die Sportler brauchen, was der Sport kostet, was man dort lernen kann und wie viel Aufwand man gegebenenfalls betreiben muss, um in der Sportart so richtig erfolgreich zu werden. „Wir haben hier wirklich viele erfolgreiche und top geführte Vereine, die aber kaum jemand kennt“, sagt Sattler.

 Bei den Skating Bears lernen schon Dreijährige das Skaten, später spielen sie im Team.
Bei den Skating Bears lernen schon Dreijährige das Skaten, später spielen sie im Team. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Neben den vorgestellten Vereinen, die nur einen Einblick in das geben, was der Stadtsport zu bieten hat, gibt es viele weitere Vereine, die gerne Nachwuchs, Einsteiger und Wiedereinsteiger begrüßen würden. Einen ersten Überblick gibt es auf der Seite des Stadtsportbundes unter www.ssb-krefeld.de. Dass die Vereine oftmals nicht aus eigener Kraft die Werbetrommel rühren können, habe personelle Gründe, berichtet Sattler: „Um an Nachwuchs zu kommen, ist es gut, an den Schulen AGs anzubieten. Doch um das tun zu können, braucht man Übungsleiter, die den Verein dort präsentieren. Und leider haben wir fast überall einen Mangel an Übungsleitern. Aber hierzu wollen wir gemeinsam mit unseren Mitgliedsvereinen neue Möglichkeiten entwickeln, um wieder mehr Übungsleiter für die Vereine zu gewinnen.“