Krefeld: Sechs Millionen Euro für Hafenring

Krefeld : Sechs Millionen Euro für Hafenring

Der Ausbau des Krefelder Hafenringes kommt voran. Jetzt beginnen die Bauarbeiten an einem über drei Kilometer langen Teilstück. Es werden 100 000 Quadratmeter Gewerbeflächen erschlossen.

In großzügigem Bogen über die Fegeteschstraße und den Heidbergsweg wird die neue zweispurige und siebeneinhalb Meter breite Trasse bis an die südliche Krefelder Stadtgrenze verschwenkt. Die über Meerbuscher Gebiet führende Stratumer Straße wird direkt an das neue Teilstück angebunden und wird nicht mehr wie bisher über das Teilstück "An der Römerschanze" führen.

Die neue Straße (rot eingezeichnet) verläuft einmal um das Wendebecken des Krefelder Hafens. Foto: Stadt Krefeld

"Wir sind sehr glücklich, nach schwierigen Finanzierungsgesprächen zu diesem Bauabschnitt zu kommen", unterstrich Oberbürgermeister Gregor Kathstede gestern bei der Eröffnung der Baustelle. "Jede Gewerbefläche, die zu den vorhandenen hinzukommt, ist wichtig."

Die Kosten in Höhe von 6,3 Millionen Euro tragen das Land NRW und der Bund zu 65 Prozent mit. Da das neue Teilstück als Hafenzubringer klassifiziert worden ist, fordert die Stadt keine Erschließungskosten von den Firmen, die sich hier ansiedeln wollen. SWK-Chef Carsten Liedtke verweist auf die Versorgungssicherheit für Neuansiedler: "Wir errichten hier einen Versorgungsring. Es ist unwahrscheinlich, dass die Leitung an zwei Seiten unterbrochen wird."

"Die alte Trasse zerschnitt die Gewerbefläche in zahlreiche Teilstücke", sagt Tiefbauamtsleiter Hartmut Könner und lobt die neue Straßenlösung: "Der neu entstehende Hafenring sorgt für eine große zusammenhängende Fläche mit direktem Wasseranschluss." Zwei mit Bauschutt verfüllte Baggerlöcher müssen im Bereich der Ringstraße durch den über 920 "Rüttelstopfsäulen" eingebrachten Kies verfestigt werden.

Mit der Fertigstellung der Ringstraße gewinnt der aufstrebende Krefelder Hafen ein gewichtiges Pfund im Städtevergleich, denn nur ganz wenige Konkurrenten können noch Gewerbeflächen dieser Größe in Hafennähe anbieten. Rund 100 000 Quadratmeter neue Gewerbeflächen kommen zu den vorhandenen hinzu. Diese werden wie das neue Teilstück des Hafenrings aufgeschüttet, um der neuen Hochwasserordnung zu entsprechen.

Die neue Straße, die Ende 2015 übergeben werden soll, erhält einen asphaltierten Geh- und Radweg, der durch einen drei Meter breiten und mit 260 Bäumen bepflanzten Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt ist und dem Hafenring einen alleeartigen Charakter verleiht.

(oes)