Krefeld: Schlechtes Zeugnis für Krefelder Bahnhöfe

Krefeld: Schlechtes Zeugnis für Krefelder Bahnhöfe

Im aktuellen Zufriedenheitsranking des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) liegt Krefeld auf dem fünftletzten Platz. Dieses Ergebnis veröffentlichte der VRR im Rahmen seines Qualitätberichtes für 2009, der jetzt den VRR-Gremien zur Kenntnis vorgelegt wird. Besonders der Bahnhof-Linn wurde kritisiert. Profitester des VRR haben jede Haltestation mindestens einmal im Quartal das Erscheinungsbild der Stationen unter die Lupe genommen. Dabei wurden Zugangsbereich sowie Bahnsteig jeweils auf Sauberkeit, Funktionalität und Graffiti erfasst und prozentual bewertet. Zudem wurde die Aktualität und Lesbarkeit von Fahrplanauskünften getestet.

Für das Ranking der Bahnhöfe wurden unter anderem die Fahrgastinformationen, die Fachkompetenz des Personals, die Wartezeiten und der Zustand der Haltestellen bewertet. Zu diesem Zustand macht auch der zeitgleich vorgelegte Stationsbericht Aussagen.

Besonders schlecht hat der Bahnhof Krefeld-Linn abgeschnitten. Dort hatten die Prüfer gleich fünf Punkte zu bemängeln. Insgesamt erhielten drei Krefelder Bahnhöfe schlechte Noten, ddie Bahnhöfe "Forsthaus" und "Hohenbudberg Bayerwerk" sowie der Krefelder Hauptbahnhof erhielten gute Bewertungen.

Am Bahnhof Linn wurden vor allem die mangelnde Sauberkeit und die zahlreichen Graffiti-Schmierereien kritisiert. In Oppum und Uerdingen fielen den Testern ebenfalls die Graffitis negativ ins Auge.

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Insgesamt konnte die Pünktlichkeit der S-Bahnen und Züge im Rhein-Ruhr-Gebiet um 14 Prozent verbessert werden. Für die Deutsche Bahn sei das, wie Pressesprecher Gerd Felser sagte, keine allzu große Überraschung. Im Vergleich zum Vorjahr seien 2009 viele Baustellen weggefallen, die Wartezeiten und Zugausfälle verursachten.

Ein Großteil der Kunden fühlt sich nachts in den Zügen des VRR und an den Haltestellen nicht sicher. VRR und Bahn wollen sich daher enger über den Einsatz von Sicherheitskräften abstimmen.