Krefeld: Schlägerei um Parkplatz in der City

Krefeld: Schlägerei um Parkplatz in der City

Die Keilerei um einen Parkplatz, den ein Krefelder und ein Moerser im Dezember 2008 ausgetragen in der Innenstadt ausgetragen hatten, wurde jetzt vor dem Amtsgericht in mühevoller Kleinarbeit aufgeklärt: Die beiden hatten nach langem Suchen endlich einen freien Platz entdeckt, den sie auch beide nutzen wollten.

Der 47-Jährige Krefelder war vielleicht nicht eher da, aber schneller in die Lücke gehuscht. Der 42-Jährige Moerser wollte sich das nicht bieten lassen, stieg aus, und beschwerte sich. Da schlug der 47-Jährige, der eigentlich fröhlich ob des gewonnenen Wettparkens hätte sein können, zu.

Seine Wut hatte sich dabei aber wohl nicht vollständig entladen. Als er seinen Gegner danach mehrmals ums Auto gejagt hatte, ging der 47-Jährige zu seinem Wagen zurück, holte einen Baseballschläger hervor und verfolgte den anderen erneut. Eine Politesse hatte das beobachtet und rief die Polizei. Ein Rentner griff beherzt ein. Er könne nicht verstehen, dass jemand so ausraste, sagte er vor Gericht. Bei seiner Hilfe wurde auch er vom Baseballschläger getroffen.

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Die Richterin war schließlich von der Schuld des Mannes überzeugt und verurteilte ihn zu acht Monaten Haft auf Bewährung sowie einem Fahrverbot von zwei Monaten. Wer sich so im Straßenverkehr verhalte, dürfe daran nicht mehr teilnehmen, folgerte sie. Die Verteidigerin des Angeklagten hatte einen Freispruch gefordert. Sie sah den Geschädigten als Urheber des Streits und sprach von einer Notwehrlage ihres Mandanten.

Der habe im Übrigen schon ein Schmerzensgeld von 1000 Euro gezahlt, obwohl er selbst verletzt worden sei. Der Angeklagte hatte angegeben, der Streit sei von seinem Gegner ausgegangen, es habe ihn auch geärgert, dass der seiner Ehefrau auf dem Parkplatz zu nahe gekommen sei. Seine Ehefrau war übrigens die einzige, die zu seinen Gunsten aussagte. "Ihrer Frau glaube ich kein Wort von dem, was sie heute gesagt hat", so die Richterin. Sie glaube den Zeugen. Gegen die Ehefrau wird nun ein Verfahren wegen Falschaussage eingeleitet.

(RP)