Krefeld: Rüttgers und Knobloch eröffnen neue Synagoge

Krefeld : Rüttgers und Knobloch eröffnen neue Synagoge

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, werden am 14. September der Eröffnung des jüdischen Gemeindezentrum in Krefeld beiwohnen. Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Johann Schwarz erwartet weitere Gäste aus Politik und Gesellschaft – unter anderem Oberbürgermeister Gregor Kathstede.

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, werden am 14. September der Eröffnung des jüdischen Gemeindezentrum in Krefeld beiwohnen. Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Johann Schwarz erwartet weitere Gäste aus Politik und Gesellschaft — unter anderem Oberbürgermeister Gregor Kathstede.

Fünf Jahre wurde an dem Zentrum gebaut, in dessen Mittelpunkt eine Synagoge für 300 Personen stehe. Das Gemeindezentrum in Krefeld wurde vom Verein Stiftung Dr. Isidor Hirschfelder gebaut, der den Komplex an der Wiedstraße der Jüdischen Gemeinde Krefeld zur Verfügung stellte. Der Rat der Stadt Krefeld hatte dem Verein im Juni 2003 das Grundstück in der Innenstadt übertragen. Das Teileigentum "Synagogengebäude" soll nach Fertigstellung für alle Zeit auf die Jüdische Gemeinde übertragen werden. Die Baukosten beliefen sich auf rund zwölf Millionen Euro, an denen sich das Land, die jüdische Gemeinde und zahlreiche Spender beteiligt haben. Fast genau 70 Jahre lang hatten die Krefelder Juden keine Synagoge. Die 1853 erbaute und 1903 erweiterte große Krefelder Synagoge in der Innenstadt an der Petersstraße war beim Pogrom am 9. November 1938 zerstört worden.

Der jüdischen Gemeinde in Krefeld gehören derzeit 1070 Gläubige an, die am gesamten linken Niederrhein leben. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs und der Zuwanderung von vielen jüdischen Menschen unter anderem aus der ehemaligen Sowjetunion wuchs die Zahl der Mitglieder der Krefelder Jüdischen Gemeinde stetig, so dass die Räume nicht mehr ausreichten. Stadt und Jüdische Gemeinde kamen Anfang der 90er überein, dort ein Gemeindezentrum zu errichten. Der frühere OB Dieter Pützhofen und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Johann Schwarz, trieben das Projekt voran.

(RP)
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