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Fahrbahnbelag der Region: Risse und Schlaglöcher - harte Zeit für Straßen

Fahrbahnbelag der Region : Risse und Schlaglöcher - harte Zeit für Straßen

Die Straßen in der Region werden jetzt auf eine neue Probe gestellt: Frost- und Tauperioden wechseln sich ab und reißen die Straßen auf. Schlaglöcher sind die Folge. Vielerorts in der Region muss dringend ausgebessert werden.

Tiefe Schlaglöcher, marode Straßenbeläge, gefährliche Risse im Bereich von Straßenbahnschienen — die Straßen in der Region müssen nicht nur dem donnernden Schwerlastverkehr Stand halten, auch die sich immer häufiger abwechselnden Frost- und Tauperioden zeigen ihre zerstörerische Wirkung.

Die Stadt Krefeld beispielsweise ist noch immer damit beschäftigt, die zahlreichen, sichtbaren Schäden zu flicken. Einer der Gründe für den Zeitverzug: Die Haushaltsmittel, die für die Instandhaltung und Ausbesserung von maroden Verkehrswegen veranschlagt sind, werden immer knapper. Nicht nur in Krefeld.

>>> Fotos von Schlaglöchern aus der Region finden Sie hier.

Noch immer melden Bürger täglich Gefahrenstellen auf den Straßen der Stadt. Im vergangenen Winter wurden in Krefeld 95 Gefahrenstellen pro Tag festgestellt, bis zum April dieses Jahres waren es mehr als 2900 Schadensmeldungen, wobei eine Schadensmeldung mehrere Schlaglöcher beinhalten kann.

Besonders betroffen sind die nicht frostsicher ausgebauten Fahrbahnbeläge, die älter als 30 Jahre sind, erklärt Dirk Senger von der Stadt Krefeld. Hier entstehen die meisten Schäden während der Tauperiode.

Je häufiger sich also Frost- und Tauperioden abwechseln, desto stärker fallen die Zerstörungen durch den Pkw- und Lkw-Verkehr aus. Jüngere Straßenneubauten sind frostsicherer. Dennoch sind die Schäden des Winters im Zentrum Krefelds noch immer sichtbar: Königstraße, Fabrikstraße, Nordwall - die Liste ließe sich fortführen.

In Leverkusen hat die Stadt eigenen Angaben zufolge die Ausbesserung von Schlaglöchern weitestgehend im Griff - in den drei Straßenbegehungs-Bezirken ist man "auf dem Laufenden", erklärt Reinhard Gerlich, Chef der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) unserer Redaktion. Das gilt jedoch nicht für 30 Straßen, die noch nie "erstmalig ausgebaut worden" sind. Dort scheitert es häufig an den Anwohnern, die sich mit 90 Prozent an den Kosten beteiligen müssen.

Als Beispiel für einen besonders schlechten Zustand nennt Gerlich den hinteren Teil der Straße Am Scherfenbrand - und die Ringstraße in Hitdorf, die in einem "verheerenden Zustand" sei. Diese ist allerdings ein Sonderfall, weil seit langem nach einer Lösung für den Aus-und Umbau Hitdorfer Straße und Ringstraße gesucht wird, um den Stadtteil vom Verkehr zu entlasten.

Wie andere Städte auch hat die Landeshauptstadt Düsseldorf ebenfalls mit der Beseitigung von Schlaglöchern und Gefahrenstellen auf Straßen zu kämpfen. Anfang des Monats musste die Prinz-Georg-Straße wegen einer Unterspülung gesperrt werden.

Negatives Beispiel ist Meldungen von Anwohnern zufolge die Torfbruchstraße in Gerresheim. Weitere Straßen mit Schlaglöchern in der Region finden Sie in unserer Bilderstrecke.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Herbst 2013: Schlaglöcher in der Region

(nbe)