Krefeld: Richter schickt Serienbetrüger wegen 52 Euro in Haft

Krefeld: Richter schickt Serienbetrüger wegen 52 Euro in Haft

Das Amtsgericht Krefeld hat einen 51-jährigen Mann aus Krefeld wegen Betruges zu einer Haftstrafe von fünf Monaten ohne Bewährung verurteilt. Weil er seine Nebentätigkeit als Maurer nicht beim Arbeitsamt angab, hatte er 52 Euro Arbeitslosengeld II zu viel erhalten.

Das Hauptzollamt Krefeld ermittelte gegen den arbeitslose Krefelder, weil er im Jahr 2008 eine Nebentätigkeit als Maurer bei einer Firma in Neukirchen-Vluyn ausübte, ohne der Arbeitsagentur diese Tätigkeit anzugeben.

Durch einen Datenabgleich kam heraus, dass der Mann dadurch 52 Euro Arbeitslosengeld II erhalten hatte, auf die er keinen Anspruch hatte. "Bei unseren Ermittlungen kam dann noch ein weiterer Betrugsfall ans Licht", erklärt Alwin Bogan, Pressesprecher beim Hauptzollamt Krefeld.

"Der 51-jährige hatte im März 2008 gegenüber seinem Sachbearbeiter bei der Arbeitsverwaltung behauptet, einen Scheck über 347 Euro nicht erhalten zu haben und bekam daraufhin von ihm einen neuen Scheck." Tatsächlich hatte der Mann aber den angeblich verschwundenen Scheck eine Woche vorher bei seiner Bank eingelöst.

Da er offenbar unbelehrbar und bereits wegen 15 früherer Betrugsfälle verurteilt war, schickte ihn das Gericht nun ins Gefängnis. "Fünf Monate ohne Bewährung" lautet das Urteil, das in der letzten Woche rechtskräftig wurde.

(dur)