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Rekord beim Hülser Breetlookszug mit 1600 Teilnehmern

Karneval in Krefeld : Breetlookszug in Hüls mit 1600 Teilnehmern

28 Wagen und 38 Fußgruppen sind beteiligt. Beim Wurfmaterial wird auf Bonbons verzichtet. Sie blieben zuletzt meist liegen.

 (vo) Der Hülser Breetlookszug, der alle zwei Jahre am Veilchendienstag durch Hüls zieht, ist einmal mehr gewachsen:  In diesem Jahr umfasst er 1600 Teilnehmer – vor zwei Jahren waren es noch knapp 1500. „In diesem Jahr ziehen 28 Wagen und  38  Fußgruppen“, berichtet Zugleiter Herbert Rouß. Neu ist auch dies: Es werden keine Bonbons mehr geworfen. „Die sind in den vergangenen Jahren liegengeblieben, das machen wir nicht mehr“, so Rouß. Das Komitee Karnevalszug Hüls 1979 hat in Hüls eine Haussammlung für den Zug durchgeführt. „Die Leute waren ziemlich großzügig, so dass wir diesmal etwas Besonderes werfen können“, berichtet Ruß weiter. Der Zug startete um 14.11 Uhr von der Leidener Straße aus. Erwartet werden bis 15.000 bis 20.000 Menschen.

Für Rouß ist es das zwölfte Mal, dass er den Hülser Zug als Zugleiter organisiert und verantwortet. Die Sicherheitsauflagen haben sich seit dem Zug vor zwei  Jahren zumindest nicht verschärft, sagt Rouß. Das Zugkomitee musste fünf Lkw als Terrorsperren organisieren, die an strategisch wichtigen Punkten aufgestellt werden und den Zugang zum Zug für größere Fahrzeuge versperren. „Die Lkw wurden den Hülser Karnevalisten kostenlos zur Verfügung gestellt: ein Fahrzeug von der Firma Laufenberg, zwei Fahrzeuge von „Kanal in Not, rufe Roth“ und ein Fahrzeug vom Umzugsunternehmen Rouß.

Der Breetlookszug ist bekannt für seine Familiarität; Karneval in Hüls ist quasi hausgemacht. Viele Fußgruppen werden von Nachbarschaften und Vereinen gestaltet, auch Schulen sind beteiligt. „Allein die Astrid-Lindgren-Schule und die Burghofschule sind mit rund 500 Teilnehmern vertreten“, berichtet Rouß.

Lauch, auch Breitlauch und auf Hülser Platt "Breetlook" genannt, meint Porree-Gemüse; in Hüls kam es der Legende nach zu Ehren, weil es die Hülser im 30-jährigen Krieg vor dem Angriff einer berüchtigten Räuberbande gerettet hat. Ein Amtmann kam auf die Idee, das Pflaster zu wässern und mit  Porree  zu bedecken. Die Pferde der Angreifer rutschten aus; die Räuber wurden besiegt.