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Rekord bei Junioren Ruder-EM 2017: Schon 526 Betten in Krefeld belegt

Krefeld : Rekord bei Ruder-EM: Schon 526 Betten in Krefelder Hotels belegt

Vom 19. bis 21. Mai wird in Krefeld die Junioren-Europameisterschaft im Rudern ausgetragen. Bislang haben 17 Nationen gemeldet. Ob auch Russland dabei ist, entscheidet der Weltruderverband.

Der Crefelder Ruderclub (CRC) steht in gut zehn Wochen vor seiner wohl größten Herausforderung in seiner 134-jährigen Vereinsgeschichte. Er ist dann Gastgeber der Junioren-Europameisterschaften im Rudern. Rund 700 der besten Athleten aus ganz Europa werden dann auf dem Elfrather See ihre Titelträger ermitteln. Für die Gastgeber beginnt nun die Endphase der Organisation. CRC-Präsident Christoph Lüke und Sportvorsitzender Christoph Puff haben jetzt an der Tagung und dem Planungstreffen der Fédération Internationale des Sociétés d'Aviron (FISA), des weltweiten Ruderverbands, in London teilgenommen, um die letzten Details für die EM zu klären. Mit dem Ergebnis: Krefeld ist gewappnet.

17 Nationen haben bereits ihre Teilnahme angemeldet: Neben Deutschland sind dies Österreich, Belgien, Weißrussland, Bulgarien, Tschechien, Frankreich, Irland, Litauen, Italien, Norwegen, Polen, Rumänien, Russland, Slowenien, die Schweiz und die Slowakei. "Die Vielzahl der Nationen birgt für uns als Stadt eine große Chance, uns als sympathischer Gastgeber vorzustellen, zu dem man gerne auch wieder zurückkommt", sagt Ulrich Cloos, der Leiter des Stadtmarketings.

Rekord bei Junioren Ruder-EM 2017: Schon 526 Betten in Krefeld belegt
Foto: ruder-bundesliga
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Deutschland stellt mit 78 Ruderern, Trainern und Betreuern das größte Kontingent, gefolgt von Italien mit 64. "Wir haben in vier Krefelder Hotels für diesen Zeitraum schon 526 Betten für die Teilnehmer gebucht und mussten sogar noch nach Neukirchen-Vluyn ausweichen", berichtet Christoph Puff, und Christoph Lüke ergänzt: "Das ist Melderekord für eine Junioren-EM." Allerdings ist darin auch ein großes Kontingent aus Russland enthalten. 43 Starter und Betreuer wollen nach Krefeld kommen - wenn sie denn dürfen. Denn nach den Dopingvorwürfen gegen Russland müssen der Weltruderverband und der Olympische Sportbund erst noch Grünes Licht für die Starter aus Russland geben.

Während die Russen bereits unter Vorbehalt zugesagt haben, steht die Anmeldung von anderen Rudernationen noch aus. Großbritannien etwa hat noch nicht gemeldet, auch aus Dänemark und den Niederlanden gab es noch keine Rückmeldung. "Endgültiger Meldeschluss ist aber auch erst im April. Die namentliche Meldung wird dann Anfang Mai erfolgen", sagt Puff, der damit rechnet, dass es am Ende um die 20 Nationen sein werden, die in Krefeld ihre Boote an den Start schicken werden. Gestartet wird dann in 14 Bootsklassen, für die jedes Land nur ein Boot stellen darf, so dass sich dann also die besten Ruderer Europas in dieser Altersklasse auf dem Elfrather See über die neue 2000 Meter lange Strecke messen. Rund 4000 Zuschauer werden dazu erwartet, Frank Meyer hat die Schirmherrschaft übernommen: "Die Junioren-EM beweist, dass der Elfrather See auf der Landkarte des internationalen Rudersports seinen festen Platz gefunden hat", sagt der Oberbürgermeister. "Ich freue mich sehr, dass Besucher und junge Athleten aus ganz Europa zu diesem Ereignis in unserer Stadt zu Gast sind. Mein Dank gilt den Organisatoren, die viel ehrenamtlichen Einsatz in die Vorbereitung stecken."

Möglich macht die Ausrichtung dieser Großveranstaltung unter anderem die neue, von Verein, Stadt und Land angeschaffte Startanlage aus Edelstahl für die Ruderer. "Damit könnten wir sogar Gastgeber von Olympischen Spielen sein", sagt CRC-Vorsitzender Christoph Lüke über das rund 200.000 Euro teure Equipment, das zu den modernsten zählt, die Europas Ruderhochburgen zurzeit zu bieten haben. Das Material für die Ufer- und Streckenfundamente, zahlreiche Bojen und auch die Kabel für die Lichtwellenleitungen rund um den Elfrather See sind ebenfalls bereits vor Ort. "Wir haben zwar noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen, aber im Grunde sind wir startklar", sagt Puff. Der erste große Härtetest, ob er mit dieser Feststellung recht hat, wird übrigens nicht mehr lange auf sich warten lassen: Vom 21. bis 23. April ist der CRC Ausrichter der Deutschen Kleinboot-Meisterschaften, zu denen 500 Teilnehmer erwartet werden.

(RP)