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Protokoll des Tages: Rauchwolke nach Brand in Krefelder Lagerhalle

Protokoll des Tages : Rauchwolke nach Brand in Krefelder Lagerhalle

Rauchwolke in Duisburg und Krefeld: Nach dem Brand einer Lagerhalle in Krefeld zog eine große Schadstoffwolke über die beiden Städte. Die Gase sind nach ersten Messungen des Landesumweltamtes ungefährlich.

Das Protokoll des Tages.

Die Lagerhalle des Düngemittelherstellers Compo an der Ohlendorffstraße stand am Morgen in Flammen - um 10.20 Uhr hatten die Beamten das Feuer schließlich unter Kontrolle. Eine schwarze Rauchwolke zog über Duisburg und Krefeld. Bürger wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen.

+++ 19.42 Uhr: Widersprüchliches: Berichte, nach denen zwei Mitarbeiter der Fabrik mit Rauchvergiftungen im Krankenhaus behandelt wurden, bestätigte ein Sprecher der Firma Compo allerdings nicht: "Davon ist Geschäftsleitung und Betriebsrat nichts bekannt", sagte der Sprecher dazu.

+++ 19.27 Uhr: Aufgrund der Wetterlage hat der Krisenstab beschlossen, dass in den Stadtteilen Mündelheim, Friemersheim, Rheinhausen-Mitte und Rumeln-Kaldenhausen Fenster und Türen vorsorglich über Nacht geschlossen bleiben sollen. Die vorliegenden Messergebnisse sind aber weiterhin unbedenklich.

  • Fotos : So sieht man die Rauchwolke in Duisburg
  • Fotos : So breitete sich die Rauchwolke von Krefeld aus
  • Großbrand in Krefeld : Uerdinger bleiben gelassen

+++ 19.15 Uhr: Die Stadt Duisburg meldet: Unter der herabgestürzten Decke des Düngemittellagers sind weitere Brandherde zu löschen, die weiterhin für Rauchentwicklung sorgen.

+++19.07 Uhr: Die Löscharbeiten in Krefeld sollen nach Informationen der Feuerwehr noch etwa zwei Tage dauern.

+++ 18.39 Uhr: Die Stadt Duisburg empfiehlt Bürgern in Mündelheim und Rheinhausen, über Nacht Fenster und Türen verschlossen zu halten. Gemessene Schadstoffwerte lägen aber nach wie vor unter den Grenzwerten.

+++ 18.15 Uhr: Der Rhein zwischen Düsseldorf-Wittlaer und Rheinhausen ist erneut gesperrt worden. Auch die A 524/B288 zwischen Duisburg Rahm und Krefeld ist dicht. Der Grund dafür: Durch die Löscharbeiten ziehen immer wieder dichte Rauchwolken über das Gebiet..

+++ 18.02 Uhr: Über Duisburg sind immer noch dicke Rauchwolken zu sehen.

+++ 17.45 Uhr: Durch das Feuer sind offenbar mehr Menschen verletzt worden, als zunächst angenommen. Ein Stadtsprecher sprach von vier Leichtverletzten, darunter zwei Feuerwehrleute. Einer von ihnen habe über Kreislaufbeschwerden geklagt, der andere sei ebenso wie zwei Mitarbeiter einer Catering-Firma mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt worden.

+++ 17.35 Uhr: Auf der Suche nach der Ursache des Großbrands hat die Polizei erste Zeugen befragt. Wie ein Polizeisprecher sagte, gibt es weder Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung noch darauf, dass das Feuer durch Fahrlässigkeit entstand.

+++ 17.14 Uhr: Nach dem Großbrand in Krefeld regnete es Ruß - alle wichtigen Informationen finden Sie hier.

+++ 17.02 Uhr: Die Stadt Krefeld geht aktuell davon aus, dass am Mittwoch die Schulen und Kindergärten uneingeschränkt besucht werden können. Das erklärte die Stadt auf ihrer Internetseite zur Bürgerauskunft.

+++ 16.52 Uhr: Hintergrundwissen: Im Krefelder Compo-Werk wird seit mehr als 100 Jahren Dünger produziert. Die Firma mit Hauptsitz in Münster lagert am Rheinhafen in mehreren Hallen Salze und Phosphate. Diese Grundstoffe mischen die 190 Mitarbeiter zu fertigem Dünger. Chemische Prozesse gebe es bei der Produktion in Krefeld nicht, sagte ein Firmensprecher. Die Stoffe seien nicht explosiv. Bei längerer und großer Hitzeeinwirkung könne es aber zu einer Zersetzung des Düngers kommen. Dann würden Nitrose-Gase freigesetzt, die bei hoher Konzentration giftig seien. Gebrannt haben in Krefeld nach Angaben der Feuerwehr vor allem die Holzträger und Balken der alten Lagerhalle.

+++ 16.47 Uhr: Neues von der Stadt Duisburg: "Durch die Wetterlage und die unmittelbare Nähe des Stadtteils Mündelheim zum Brandort sind weiterhin Messtrupps der Feuerwehr im Stadtteil unterwegs, die nunmehr aktuell Reizstoffe unterhalb kritischer Werte in der Luft festgestellt haben. Die Bevölkerung in Mündelheim wird vorsorglich gebeten, sich in den Wohnungen aufzuhalten und Fenster und Türen geschlossen zu halten."

+++ 16.43 Uhr: Noch keine Entwarnung in Krefeld. Unter der Nummer des Info-Telefons der Stadt (02151/19700) werden Anwohner darüber informiert, dass der Qualm zwar laut Messwerten unbedenklich sei, sie aber trotzdem Fenster und Türen geschlossen halten sollten.

+++ 16.33 Uhr: Neues zur Beruforientierung "Check In Berufswelt". Nicht überall in Krefeld ist die Aktion ausgefallen. Lediglich Bönders Spedition, KCT Krefelder Container Terminal, IMR Innovative Metal Recycling GmbH, WUMAG und CH. Erbslöh konnten ihre Türen heute nicht öffnen. Laut eines Sprechers ist die Sparkasse am Ostwall "proppenvoll".

+++ 16.24 Uhr: Hintergrund: Hier finden Sie alle wichtigen Fakten zum Großbrand in Krefeld.

+++ 16.08 Uhr: Auch der Kreis Wesel hebt die Warnungen auf - ein akkustisches Signal wird es dort nicht mehr geben.

+++ 16.06 Uhr: "Aufgrund der Messwerte bestehen aus Sicht des Krisenstabes keine Bedenken, dass beispielsweise Spielplätze genutzt werden können. Da es jedoch vereinzelt zu Rußniederschlägen gekommen ist, wird das städtische Umweltamt in Absprache mit der Bezirksregierung vorsorglich Proben nehmen und analysieren", heißt es weiter auf der Internetseite der Stadt Duisburg.

+++ 16.04 Uhr: Laut der Internetseite der Stadt Duisburg kann es jedoch aufgrund der Löscharbeiten weiterhin zu Dampfwolken kommen. Anwohner in der nächsten Nähe sollten deswegen weiterhin Fenster und Türen geschlossen halten.

+++ 16.02 Uhr: Der Krisenstab in Duisburg hat soeben beschlossen, dass Fenster und Türen geöffnet und Klimaanlagen wieder angeschaltet werden können. Zu der Entwarnung kam es, weil die Messergebnisse unbedenklich gewesen seien.

+++ 16 Uhr: Hier finden Sie ein aktuelles Video zum Großbrand in Krefeld.

+++ 15.55 Uhr: Die Pressekonferenz ist nun vorbei.

+++ 15.53 Uhr: Die Brücke der B288 in Richtung Duisburg bleibt vorerst gesperrt. Um 17 Uhr tagt der Krisenstab erneut. Erst dann wird entschieden, wie es weiter geht.

+++ 15.52 Uhr: Die Wolke war 300 Meter hoch und zwei Kilometer breit. In Dinslaken hat sie sich aufgelöst.

+++ 15.51 Uhr: Es gab vier Verletzte. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Schwächeanfall, ein weiterer Feuerwehrmann erlitt eine Rauchvergiftung. Zwei Arbeiter der betroffenen Firma klagten über ein "Kratzen im Hals".

+++ 15.49 Uhr: 300 Männer waren im Einsatz - zurzeit läuft die Ablösung durch die Bezirksbereitschaft.

+++ 15.48 Uhr: Die Feuerwehrmänner deckten den Brandherd mit Löschschaum ab, um giftige Emissionen zu verhindern. Feuerwehrchef Josef Dohmen erwartet, dass die Beamten noch bis in die nächsten Tage mit dem Brand beschäftigt sein werden.

+++ 15.47 Uhr: Um 14 Uhr wurden alle Warnungen aufgehoben, weil alle Schadstoffwerte unterhalb der Grenzwerte lagen.

+++ 15.44 Uhr: Im Einsatz war auch das Feuerlöschboot. Weil zudem Hilfe von den benachbarten Städten angefordert wurde, konnten die Feuerwehrleute verhindern, dass das Feuer auf die benachbarte Halle 4 übergriff - dort wird Ammoniak gelagert. Im Wasser des Hafens wurde ein erhöhter ph-Wert gemessen.

+++ 15.42 Uhr: Zu diesem Zeitpunkt sei noch nichts über mögliche Gesundheitsgefährdungen bekannt gewesen so Feuerwehrchef Josef Dohmen. Um die Bürger zu warnen, wurden die Sirenen angeschaltet. Informationen gab es auch über das Infotelefon der Stadt.

+++ 15.40 Uhr: Der erste Notruf hat die Feuerwehr um kurz nach 7 Uhr erreicht. Da stand die Halle schon in Flammen.

+++ 15.39 Uhr: Die Zusammenarbeit mit Duisburg habe reibungslos geklappt - es hätte mehrere Telefonate gegeben, so die Experten.

+++ 15.38 Uhr: Oberbürgermeister Kathstede berichtet, dass er selbst vor Ort war, um sich über den Brand zu informieren. Danach besuchte er außerdem eine Schule.

+++ 15.34 Uhr: Die Pressekonferenz in Krefeld beginnt. Anwesend sind Oberbürgermeister Gregor Kathstede, Stadtkämmerer Ulrich Cyprian und Feuerwehrchef Josef Dohmen. Erwartet wird zudem Dietmar Meißner, stellvertretender Feuerwehrchef.

+++ 15.31 Uhr: Der Krefelder Krisenstab hat die für heute geplante Berufsorientierung "Check In Berufswelt" abgesagt. Ursprünglich war geplant, dass hunderte Schüler von 14 bis 18 Uhr die Möglichkeit haben, in verschiedene Betriebe herein zuschnuppern. Die Aktion wurde auch abgesagt, weil viele der Firmen im Krefelder Hafen beheimatet sind.

+++ 15.14 Uhr: Unsere Umfrage zeigt: Die Uerdinger bleiben trotz der riesigen Rauchwolke gelassen. Einige Geschäfte schlossen jedoch früher als üblich.

+++ 14.58 Uhr: Ab 15.30 Uhr will die Stadt Krefeld auf einer Pressekonferenz näheres zum Brand bekannt geben.

+++ 14.57 Uhr: Die Feuerwehr aus Düsseldorf unterstützt ihre Kollegen bei der Brandbekämpfung.

+++ 14.47 Uhr: Die Stadt Oberhausen hat Entwarnung gegeben.

+++ 14.37 Uhr: Die Feuerwehr will den Schwelbrand nun mit Schaum bekämpfen, so der Nachrichtensender N-TV.

+++ 14.30 Uhr: In einer Chronik haben wir die größten Chemieunfälle in NRW zusammen gestellt.

+++ 14.27 Uhr: Die Firma Compo äußert sich in einer Pressemitteilung zu dem Brand. "Wir entschuldigen uns in aller Form für die Unannehmlichkeiten, die Ihnen durch den Vorfall entstanden sind. Gleichzeitig wollen wir Ihnen für Ihre Geduld danken, die Sie während der Feuerwehrarbeiten bisher aufgebracht haben. Der Einsatzleitung, den vielen ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern der eingesetzten Feuerwehren und den Vertretern der lokalen Behörden sind wir für die äußerst engagierte Unterstützung zu großem Dank verpflichtet", sagte Jens Averdiek, Geschäftsführer der COMPO.

+++ 14.22 Uhr: Wie sich die Rauchwolke von Krefeld aus entwickelt hat, sehen Sie in unserer Bilderstrecke.

+++ 14.16 Uhr: In unmittelbarer Nähe zum Brandort liegt in Uerdingen die Edith-Stein-Grundschule. Dort reagierten die Kinder vor allem mit Verwirrung auf den Qualm. "Erst war der Rauch die große Attraktion, dann haben sich die Kinder Sorgen gemacht und zum Teil auch geweint", so eine Lehrerin. Die Eltern konnten ihre Kinder, falls gewünscht, direkt von der Klassentür abholen. Die Schüler wurden aber auch bis 14 Uhr betreut. Fenster und Türen hielten die Lehrer geschlossen.

+++ 14 Uhr: Die Lagerhalle ist mittlerweile völlig niedergebrannt, berichtete eine Sprecherin der Stadt Krefeld. Zwischenzeitlich hatten die Flammen auf eine zweite Halle übergegriffen

+++ 13.56 Uhr: Jedes vierte Flugzeug, das heute vom Düsseldorfer Flughafen startete, musste nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa der von Krefeld aufsteigenden Rauchwolke ausweichen.

+++ 13.49 Uhr: Die Bezirksregierung Düsseldorf hat die Alarmbereitschaft 4 ausgelöst. Das bedeutet, dass auch die Feuerwehren aus Düsseldorf, Mettmann und Neuss nun in Krefeld eingesetzt werden. Laut Feuerwehrsprecher Heinz Engels koordiniert die Düsseldorfer Wehr den Einsatz. Man werde mit rund 40 bis 50 Einsatzfahrzeugen von Düsseldorf aus im Verbund nach Krefeld fahren. Dort werden die Einsatzkräfte gegen 15.30 Uhr eintreffen und die Kollegen ablösen, die bisher im Einsatz waren. Wie lange der Einsatz noch dauert, sei nicht absehbar, so Engels. Man werde aber wahrscheinlich noch am Mittwoch mit der Brandbekämpfung zu tun haben.

+++ 13.39 Uhr: Die Brände in der Lagerhalle sind zwar unter Kontrolle, die Feuerwehr rechnet aber trotzdem für längere Zeit mit Rauchentwicklungen, heißt es auf der Internetseite weiter. Eine offizielle Entwarnung gibt es jedoch noch nicht.

+++ 13.34 Uhr: Die Schulkinder in Duisburg dürfen - je nach Stundenplan - nun die Schule verlassen und nach Hause gehen. Laut Angaben von Umweltexperten hat der Regen Schadstoffe in dem Qualm verdünnt und Rußpartikel ausgewaschen. Das gibt die Stadt Duisburg auf ihrer Internetseite bekannt.

+++ 13.23 Uhr: Auch im Kreis Wesel gab es gegen 12 Uhr einen Sirenenalarm. Da waberte der Qualm schon über den südlichen Teil des Kreises. Eine Kreissprecherin betonte gegenüber unserer Redaktion, dass es sich bei dem Alarm um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt habe.

+++ 13.10 Uhr: Ein Pressesprecher der der Compo GMbH mit Sitz in Münster sagte, es habe eine Lagerhalle gebrannt. In dieser Halle seien 33.000 Tonnen Chemikalien gelagert. 13.000 Tonnen davon seien Rohstoffe zur Düngemittel-Herstellung, im wesentlichen Nitrat- und Phosphatverbindungen. Zudem lagerten in der Halle 20.000 Tonnen granulierter Naturstoffdünger, ein fertiges Produkt der Firma. Durch die große Menge der Substanzen habe sich der Brand als Schwelbrand entwickelt. Die Brandursache sei noch nicht geklärt, das Feuer sei um 7.10 Uhr entdeckt worden. Die Mitarbeiter der Firma wurden evakuiert. Es habe auf dem Gelände keine Verletzten gegeben.

+++ 13.05 Uhr: Der Betreiber des brennenden Lagers schätzte die Gefahr für die Bevölkerung als gering ein. Es entstünden zwar beim Verbrennen der Düngemittel "gewisse Dämpfe", sagte der Geschäftsführer des in Münster ansässigen Herstellers Compo, Jens Averdiek, einem TV-Sender. Die brennenden Materialien seien aber "allesamt keine Gefahrgutstoffe".

+++ 13.04 Uhr: Bei Messungen wurde die Luft auf Chlor, Salzsäure, Phosgen und Stickstoffverbindungen untersucht. Laut Angaben des Landesumweltamtes seien aber keine schädlichen Schadstoffkonzentrationen in der Luft.

+++ 12.58 Uhr: Zwei Mitarbeiter der betroffenen Firma haben nach Angaben eines Sprechers der Stadt Krefeld Rauchvergiftungen erlitten.

+++ 12.56 Uhr: Auch die Feuerwehr aus Kleve ist bei dem Großbrand im Einsatz. Die Beamten konnten nur unter Atemschutz zum Brandort vorrücken.

+++ 12.52 Uhr: Immissionsschutzexpertin Claudia Baitinger vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) kritisiert, dass die Behörden den Qualm für unbedenktlich erklärt haben: "Solange nicht klar ist, welcher Art die dort lagernden und in Brand geratenen Düngemittel sind, lassen sich keine genauen Angaben zum Schadstoffgehalt der Brandgase machen."

+++ 12.48 Uhr: Weiter ziehen Rauchwolken über große Teile der Stadt Duisburg - teilweise Sinken Partikel als Niederschlag herab, Brandgeruch ist bis in die nördlichen Stadtteile wahrzunehmen. Das teilte die Stadt Duisburg auf ihrer Internetseite mit. Der Krisenstab hat derweil noch keine Entwarnung gegeben. Erst sollen weitere Messungen in den Niederschlagsgebieten vorgenommen werden.

+++ 12.41 Uhr: Nun führt die Rauchwolke doch zu Beeinträchtigungen am Düsseldorfer Flughafen. "Wir müssen aufgrund des Qualms den Flugverkehr Richtung Norden umleiten", berichtet Michael Fuhrmann, Sprecher der Deutschen Flugsicherung NRW. "Es kann im Bereich Krefeld deswegen verstärkt zu Fluglärm kommen." Die Flugzeuge werden westlich an der Rauchwolke vorbeifliegen. Nach Angaben des Sprechers wird es aber nicht zu Flugausfällen oder Verspätungen kommen.

+++ 12.37 Uhr: Die Warnungen für das Essener Stadtgebiet wurden aufgehoben, weil Messungen keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Schadstoffkonzentrationen ergeben haben. Fenster und Türen können in Essen wieder geöffnet werden, Schüler dürfen wieder auf den Pausenhof.

+++ 12.32 Uhr: Die Uerdinger blieben gelassen: "Sowas haben wir hier öfters", ließen uns viele Krefelder wissen.

+++ 12.25 Uhr: Die Rauchwolke zieht in Richtung Hamminkeln, Schermbeck und Hünxe. Messwagen sind unterwegs.

+++ 12.21 Uhr: Auf ihrer Facebook-Seite weist die Stadt Duisburg explizit darauf hin, dass es in Duisburg noch keine Entwarnung gibt. Es werden weitere Messungen im Duisburger Norden durchgeführt.

+++ 12.19 Uhr: Zwischenzeitlich wurde auch im Chempark Krefeld Alarm ausgelöst, heißt es auf der Facebook-Seite der Stadt Duisburg. Dieser wurde bereits aber wieder aufgehoben.

+++ 12.10 Uhr: In unserer Bilderstrecke sehen Sie, wie die Rauchwolke in Duisburg aussieht.

+++ 12.06 Uhr: Die Warnung für Essen wurde wieder aufgehoben - die Stadt dankt den Medien für die schnelle Aufklärung.

+++ 12.04 Uhr: Werksleiter Heinrich Leymann berichtet, dass in der Lagerhalle der Fabrik gegen 7 Uhr insgesamt 42.000 Tonnen Rohstoffe und Fertigprodukte für sogenannte mineralische Mehr-Nährstoffdünger in Brand geraten seien. Die etwa zehn Fußballfelder große Halle brannte in voller Ausdehnung. Fabriken und Produktionsstätten in der Nähe der brennenden Lagerhalle wurden vorsorglich evakuiert.

+++ 12.02 Uhr: Etwa 300 Feuerwehrleute aus Duisburg und Krefeld sind zurzeit am Brandort im Einsatz.

+++ 11.59 Uhr: Aktuelle Bilder der Löscharbeiten finden Sie in unserer Bilderstrecke.

+++11.55 Uhr: Das Feuer ist weitgehend unter Kontrolle. Nach Angaben der Feuerwehr werden nun Glutnester gelöscht - die Beamten rechnen allerdings damit, noch bis spät in die Nacht im Einsatz zu sein. Wie lange die Straßen rund um den Brandort gesperrt bleiben, ist zurzeit unklar. Auf der Rheinbrücke der B288 war die Sicht aufgrund der Rauchwolke zeitweise gleich null.

+++ 11.50 Uhr: Die Duisburger sind sauer: Sie fühlen sich zu spät informiert - erste Radiomeldungen hätte es erst um kurz nach 8 Uhr gegeben, die Sirenen habe man bis eine Stunden nach Ausbruch des Brandes gar nicht gehört.

+++ 11.48 Uhr: Auch in Ratingen wurden an vorab definierten Messpunkten in Lintorf und Breitscheid Messungen durchgeführt. Alle Messergebnisse blieben nach Angaben der Feuerwehr aber bislang ohne jeglichen Hinweis auf eine Schadstoffbelastung auf dem Ratinger Stadtgebiet.

+++ 11.44 Uhr: Der Flugverkehr ist indes nicht beeinträchtigt. "Vom Tower des Düsseldorfer Flughafens ist die Rauchwolke zwar sichtbar gewesen, der Rauch ist aber nördlich etwa parallel zur Landebahn vorbeigezogen", sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung in Nordrhein-Westfalen, Michael Fuhrmann.

+++ 11.42 Uhr: Zwischen Düsseldorf-Wittlaer und Rheinberg-Orsoy ist der Rhein auf einer Länge von knapp 40 Kilometern gesperrt, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein mit. Wann die Sperrung wieder aufgehoben wird, ist noch unklar.

+++ 11.40 Uhr: Am Krefelder Rheinufer hat die Rauchwolke nun Bodenkontakt. Der Verwaltungsturm der Bayerwerke ist ganz in den Qualm gehüllt.

+++ 11.36 Uhr: Bewohner der Mülheimer Stadtteile Speldorf, Styrum und Dümpten sollen ihre Fenster und Türen weiterhin geschlossen halten - das aus der Internetseite der Stadt Mülheim an der Ruhr hervor. Dort wird zudem betont, dass es sich um eine "rein vorsorgliche Handlungsempfehlung" handelt.

+++ 11.34 Uhr: Augenzeugen in Krefeld-Uerdingen berichten, dass der Rauch ähnlich wie Platzpatronen von Spielzeugpistolen riechen würde.

+++ 11.33 Uhr: Die Stadt Oberhausen gibt derweil auf ihrer Internetseite Entwarnung.

+++ 11.23 Uhr: Der Wind hat sich gedreht — und weht die Wolke Richtung Moers. Betroffen ist der östliche Bereich der Stadt, teilt die Feuerwehr mit. Vor allem Anwohner in Hochstraß, Westerbruch, Meerbeck und Meerfeld sollten Fenster und Türen schließen. Die Moerser Feuerwehr führt mit Einsatzwagen, die Polizei mit Hubschraubern eigene Messungen durch.

+++ 11.29 Uhr: Laut Augenzeugen im äußersten Norden Duisburgs wurde es dort sogar kurzzeitig diesig und der Qualm stank stark.

+++ 11.25 Uhr: Die Rauchwolke lag am Mittag über der ganzen Stadt Duisburg. Sie zog in Richtung Mülheim weiter. Duisburg informiert die Bürger auf ihrer Internetseite.

+++ 11.16 Uhr: Essen ist zwar nicht akut betroffen, trotzdem hat die dortige Feuerwehr eine Info-Hotline geschaltet. Sie ist unter der Telefonnummer 0201/1237888 zu erreichen.

+++ 11.13 Uhr: Meteorologen erwarten zudem, dass der Wind und damit die Rauchwolke tagsüber etwas abdrehen. Am Vormittag kommt der lebhafte Wind noch aus Süd-Südwest und trägt Rauch Richtung Nord und Nordost, wo etwa Duisburg liegt. Im Laufe des Dienstags dreht der Wind und bläst in Bodennähe Richtung Nord, später voraussichtlich Richtung Nordwest.

+++ 11.11 Uhr: Meteorologen erwarten, dass am Mittag Regen über der brennenden Lagerhalle niedergeht. Ein Niederschlagsgebiet liege noch über Solingen im Bergischen Land, sagt der Meteorologe Karsten Mix vom Deutschen Wetterdienst. Im Tagesverlauf werde der Regen weiter Richtung Krefeld ziehen. Es könne auch zu einzelnen Gewittern kommen.

+++ 11.08 Uhr: Weiterhin sollen Kinder und Jugendliche in den betroffenen Gebieten bis 14 Uhr in Schulen und Kindergärten bleiben. Sie werden dort betreut und dürfen die Gebäude auch in den Pausen nicht verlassen.

+++ 11.02 Uhr: Auch wenn der Rauch ungefährlich ist, kann er bei empfindlichen Menschen mit Vorerkrankungen Atemprobleme hervorrufen. Experten raten in solchen Fällen sofort den Notruf zu wählen.

+++11 Uhr: Das Feuer ist nach Angaben der Feuerwehr mittlerweile seit 10.20 Uhr unter Kontrolle.

+++ 10.57 Uhr: Die Ammoniak-Konzentration in der Luft ist nach Messungen des Landesumweltamtes NRW nicht für den Menschen gefährlich.

+++ 10.49 Uhr: Unsere Leser haben uns ihre Fotos von der riesigen Rauchwolke geschickt.

+++ 10.47 Uhr: Die Brandursache ist zurzeit noch unklar. Die Werksleitung geht aber nicht von Brandstiftung aus.

+++ 10.42 Uhr: Die Rauchwolke senkt sich ab - besonders betroffen sind Uerdingen und Moers.

+++ 10.36 Uhr: Die Polizei sperrt die Umgebung um die Fabrik großräumig ab. Die Beamten, die zurzeit auf Streife sind, sind dazu angehalten, die Lüftung ihrer Autos auf Umluft zu stellen.

+++ 10.35 Uhr: Die Rheinbrücke der B288 in Richtung Duisburg ist zurzeit wegen des Großbrandes gesperrt.

+++ 10.34 Uhr: Bei dem Brand wurde laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa niemand verletzt.

+++ 10.33 Uhr: Im derzeit am stärksten von der Rauchwolke betroffenen Duisburger Vorort Mündelheim hätten die Stickoxid-Werte unter der Nachweisgrenze gelegen, sagte ein Lanuv-Sprecher.

+++ 10.26 Uhr: Laut ersten Messungen des Landesumweltamtes ist der dunkle Qualm ungiftig.

+++ 10.23 Uhr: Die Duisburger werden mit Lautsprecherdurchsagen vor der Giftwolke gewarnt. Im Süden der Stadt werden die Bürger mit Sirenen auf die Situation aufmerksam gemacht. Die Stadt informiert auf ihrer Facebook-Seite über das aktuelle Geschehen.

+++ 10.20 Uhr: Die Internetseite der Stadt Krefeld, auf der über den Großbrand informiert wird, ist zurzeit nicht zu erreichen.

+++ 10.19 Uhr: Nach neusten Informationen wurde nun die Rheinschifffahrt zwischen Düsseldorf-Wittlaer und Rheinhausen gesperrt. Die Kaptiäne werden informiert und die Wasserschutzpolizei positioniert sich auf dem Fluss.

+++ 10.15 Uhr: Der Krisenstab der Stadt Duisburg hat derweil beschlossen, dass Kinder und Jugendliche bis 14 Uhr in den Schulen und Kindergärten bleiben sollen.

+++ 10.13 Uhr: Mehr als 120 Feuerwehrmänner kämpfen zurzeit gegen den Großbrand an der Ohlendorffstraße.

+++ 10.09 Uhr: Die Pressestelle der Wasserschutzpolizei erklärt, dass die Schifffahrt auf den Rhein nicht beeinträchtig ist. Für die Binnenschiffer gilt allerdings auch die Empfehlung, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

+++ 10.03 Uhr: Die Klimaanlagen der Krankenhäuser im Duisburger Süden wurden abgeschaltet. Es wurde ein Krisenstab einberufen.

+++ 9.57 Uhr: Laut eines Bahnsprechers soll der Großbrand keine Auswirkungen auf den Schienenverkehr haben.

+++ 9.54 Uhr: Die städtische Info-Hotline der Stadt Krefeld ist unter 02151/19700 zu erreichen. Dort werden die Anwohner von Krefeld-Urdingen und Krefeld-Gellep-Stratum eindringlich gebeten, sich in ihre Häuser zu begeben, Fenster und Türen zu schließen sowie Klimaanlagen auszuschalten.

+++ 9.52 Uhr: Bisher ist noch vollkommen unklar, ob bei dem Brand jemand verletzt wurde.

+++ 9.49 Uhr: In Düsseldorf wurden japanische Schüler gesehen, die mit weißen Atemschutzmasken auf der Straße unterwegs waren. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

+++ 9.45 Uhr: Laut eines Flughafensprecher hat die Giftwolke keine Auswirkungen auf den Flugverkehr in Düsseldorf. Die Experten rechnen zurzeit nicht mit Beeinträchtigungen

+++ 9.44 Uhr: Die Feuerwehr im Ruhrgebiet zieht Einheiten aus Essen, Mülheim und Oberhausen zusammen.

+++ 9.41 Uhr: Zurzeit sieht es so aus, dass die Giftwolke an Essen vorbeiziehen wird. Die dortige Feuerwehr hat nichtsdestotrotz eine Warnung an die Bevölkerung herausgegeben.

+++ 9.38 Uhr: Wie unsere Redaktion soeben erfährt, ist das Feuer auf eine Produktionshalle übergegriffen, in der vermutlich Ammoniak gelagert wird. Dies konnte aber auf Nachfrage unserer Redaktion nicht bestätigt werden.

+++ 8.43 Uhr: Anwohner aus Duisburg beschweren sich, dass sie nicht über Sirenen vor der Giftwolke gewarnt wurden.

+++ 8.39 Uhr: Eltern werden von den Behörden gebeten, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken.

+++ 8.30 Uhr: In Duisburg riechen die ersten Menschen Rauch in der Luft. Die Bürger sollen Fenster und Türen sollen geschlossen halten.

+++ 8.10 Uhr: In Krefeld ist am Dienstagmorgen die Lagerhalle eines Düngemittelbetriebs in Flammen aufgegangen. Es hänge eine Schadstoffwolke in der Luft, die Richtung Duisburger Süden ziehe, sagte ein Feuerwehrsprecher.

(rpo/nbe/anch/sap/jco)