Raucher-Krebs: Frauen in Krefeld stark betroffen

Gesundheitsstatistik : Raucher-Krebs - Krefelds Frauen sind stark betroffen

Die Zahl der an Lungen-, Bronchial-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs erkrankten Frauen, die sich in der Seidenstadt stationär haben behandeln lassen, hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt.

Lungen-, Bronchial-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs ist in der Stadt Krefeld auf dem Vormarsch. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Patienten, die stationär in Krankenhäusern der Seidenstadt behandelt werden mussten, um 37,3 Prozent gestiegen. 2017 waren es laut Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) 759 Personen: 472 Männer und 287 Frauen.

Auffällig ist, dass sich die Zahl der von den gesundheitsschädlichen Wirkungen des Tabak- und Nikotin-Konsums betroffenen Frauen, für die Krebs diagnostiziert wurde, seit 2007 fast verdoppelt hat. Sie stieg von 147 auf 287. Krefeld liegt, was die raucherbedingten Krebserkrankungen anbetrifft, mit einem Anstieg um 37,3 Prozent von 553 auf 759 weit über dem Landesdurchschnitt. Für Nordrhein-Westfalen ermittelten die Statistiker ein Plus von 5,3 Prozent.

Deutlich zugenommen hat in Krefeld auch die Zahl der Patienten, die wegen chronischer Atemwegserkrankungen stationär behandelt werden mussten. Seit 2007 ist ein Anstieg um 21,3 Prozent von 686 auf 832 festzustellen. In der Summe hielten sich 2017 genau 1591 Patienten als Folge ihres Rauchens stationär in Krefelder Krankenhäusern auf. Das sind 28,4 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor (1239 Patienten).

Ein trauriger Höhepunkt bei den raucherbedingten Erkrankungen gab es mit 1782 vollstationären Patientenbehandlungen in Krefeld im Jahr 2016. Das waren sogar 43,8 Prozent mehr als 2007. Die Zahl der mit Krebs betroffenen Männer und Frauen lag bei 907. 395 Frauen und 512 Männer. Das waren 64 Prozent mehr als 2007. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2016 war die Tendenz 2017 rückläufig.

Im gesamten Bundesland wurden im Jahr 2017 exakt 122.272 Patienten (68.955 Männer und 53.317 Frauen), die in Nordrhein-Westfalen ihren Wohnsitz haben, infolge einer raucherspezifischen Erkrankung in Krankenhäusern vollstationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Zahl dieser Behandlungen damit um 27,1 Prozent höher als zehn Jahre zuvor.

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Patientinnen und Patienten um 0,9 Prozent (2016: 121.179 Behandlungen). 68.385 dieser Fälle waren auf eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und 53.887 Fälle auf Lungen- und Bronchial-, Kehlkopf- oder Luftröhrenkrebs zurückzuführen.

Der Anteil der Frauen an der Zahl der an raucherspezifischen Erkrankungen Behandelten ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Hatte der Anteil der Frauen im Jahr 2007 noch bei 37,5 Prozent gelegen, so war bis zum Jahr 2017 ein Anstieg auf 43,6 Prozent zu verzeichnen. Das durchschnittliche Alter der Patientinnen und Patienten betrug 69,1 Jahre.

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