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Radschnellweg Krefeld-Mönchengladbach soll 2000 Radler täglich aufnehmen

17 Kilometer : Radschnellweg Krefeld - Mönchengladbach soll 2000 Radler täglich aufnehmen

Die Trasse Krefeld / Mönchengladbach ist ein Baustein für eine Radwegenetz bis nach Venlo, Duisburg und Düsseldorf. Das 17 Kilometer lange Stück soll großzügig und geeignet für schnelles Fahren ausgebaut werden.

Die Verkehrswende hin zum klimafreundlichen Fahhrad ist ein wesentlicher Pfeiler des Klimaschutz-Konzeptes auch der Stadt Krefeld. Dass das keine unrealistische Zukunftsmusik ist, zeigen Beispiele aus anderen Ländern und die E-Bike-Technik: Mit elektrischer Unterstützung kann man heute auch mit dem Rad größere Entfernungen überwinden, ohne schweißgebadet am Arbeitsplatz anzukommen. Und wer bei Youtube die Suchworte „Radfahren Kopenhagen“ eingibt, der stößt auf Berichte über ein großstädtisches Radwegenetz bis hin zu Trittstangen an Ampeln, so dass man sich beim Stopp nicht absteigen oder sich verbiegen muss. Es ist ein Radwegenetz, von dem man als Normalo-Radfahrer hierzulande nur träumen kann – jetzt aber, unter dem Druck des Klimaschutzes: tatsächlich träumen darf.

Ein Baustein dieser neuen Fahrradzukunft ist ein 17 Kilometer langer Radschnellweg, der Krefeld, Willich und Mönchengladbach miteinander verbinden und in Krefeld an die geplante Fahrradpromenade angeschlossen werden soll. Ein Aachener Ingenieurbüro hat eine Machbarkeitsstudie erstellt, in der neben der ersten Untersuchung von Varianten eine Potenzialanalyse zur Prognose der Nutzerzahlen erfolgte. Das Land NRW erwartet für den Bau eines Radschnellweges die Erfüllung bestimmter Kriterien, unter anderem die vorhergesehene Nutzung von durchschnittlich 2000 Radfahrern pro Tag.  Laut Studie sei dies bei der Strecke Krefeld – Willich – Mönchengladbach der Fall.

  • So sieht der Radschnellweg RS1 in
    Radschnellweg von Krefeld nach Mönchengladbach : Ein Radschnellweg quer durch die City
  • Die Mohnblüten auf dem Landschaftsband.⇥Foto: Stadt
    Projekt zur Landesgartenschau : 2000 gestrickte Mohnblüten auf Niederberg
  • Im Hückelhoven Center und im Gewerbepark
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In den politischen Gremien der projektbeteiligten Kommunen wird die Machbarkeitsstudie nun vorgestellt und beraten, im Mai in Mönchengladbach, voraussichtlich im Juni in Krefeld – in den Bezirksvertretungen West und Fischeln sowie im Planungs- und Bauausschuss, in Willich sowie im Kreis Viersen. Danach könnten dann weitere Planungsschritte erfolgen und mit dem potenziellen Fördermittelgeber, dem Land NRW, erörtert werden.

Die Städte Krefeld, Willich und Mönchengladbach und der Kreis Viersen haben sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr zu fördern. Gemeinsam mit der Bahnflächen Entwicklungsgesellschaft NRW planen die Kommunen eine regionale Radtrasse auf der ehemaligen Bahnstrecke. Diese ist baulich vom Auto- aber auch Fußverkehr getrennt und verfügt über ausreichend Raum, anderen Radfahrern zu begegnen oder sie in der eigenen Richtung zu überholen. Durch die möglichst gerade Führung ist eine konstant hohe Geschwindigkeit möglich. Besonders für Berufs- und Ausbildungspendler ist eine Radschnellverbindung als Alternative interessant. Durch den Anschluss an die Krefelder Promenade entstehe „ein regionales Netz von Radschnellwegen, das eines Tages nicht nur die Krefelder Ortsteile miteinander verbindet, sondern neben Mönchengladbach Verknüpfungen mit Venlo, Duisburg und dem Radschnellweg Ruhr sowie nach Düsseldorf herstellt“, erklärte dazu Krefelds Planungsdezernent Marcus gt Beyer.