Prozess in Krefeld: Angeklagte überfielen Spielhallen und Tankstelle

Prozess in Krefeld : Angeklagte überfielen Spielhallen und Tankstelle

Drei junge Männer sollen eine Reihe von Raubüberfällen begangen haben. Seit gestern müssen sie sich unter anderem wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung vor der Jugendstrafkammer des Krefelder Landgerichts verantworten.

Sie sollen Spielhallen, eine Tankstelle und einen Kiosk überfallen haben.

Zwischen dem 18. Dezember und dem 23. Januar werden ihnen sieben Fälle vorgeworfen. Dabei sollen die Krefelder in unterschiedlicher Tatbeteiligung gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie sich zu einer Bande zusammenschlossen und mit der Beute ihren Lebensunterhalt sicherstellen sowie ihre allgemeine finanzielle Situation verbessern wollten. Auch Spielaktiviäten seien der Grund für den Geldbedarf gewesen. Die Raubüberfälle seien darauf ausgelegt gewesen, sich eine Einnahmequelle von gewissem Umfang und gewisser Dauer zu sichern.

Unter Vorhalt einer nicht geladenen Gaspistole hätten sie Spielhallen an der Krefelder Straße, im Dießemer Bruch, an der Kölner Straße und der Königstraße überfallen. Es seien jeweils zwischen 300 und 800 Euro erbeutet worden. Auch für einen Überfall auf eine Tankstelle an der Kölner Straße und auf eine Bäckerei sollen sie verantwortlich sein. Bei einem Wettbüro dagegen blieb es am 23. Januar beim Versuch. Am selben Tag sollen die Männer dann einen Kiosk auf der Kölner Straße überfallen und 700 Euro erbeutet haben. Der Besitzer hatte kurz die Verfolgung aufgenommen, dann aber aufgrund des Schocks einen Herzinfarkt erlitten. Der Mann musste reanimiert und operiert werden. Es habe Lebensgefahr bestanden. Es gibt eine Vielzahl von Zeugen, die gestern allerdings noch nicht zu Wort kamen. Es wurde lediglich die Anklageschrift verlesen. Die Angeklagten haben zum Teil Einlassungen für Freitag, 5. Juli, angekündigt. Insgesamt sind acht Verhandlungstage geplant.

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