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Krefeld: Prozess gegen Taxifahrer - Polizei sagt als Zeuge aus

Krefeld : Prozess gegen Taxifahrer - Polizei sagt als Zeuge aus

Im Prozess gegen einen wegen Vergewaltigung angeklagten Taxifahrer haben gestern mehrere Polizeibeamte ausgesagt. Die Beamtin, bei der das mutmaßliche Opfer im November 2011 Anzeige erstattete, sprach von einer strukturierten Aussage der Frau. Zunächst habe das mutmaßliche Opfer zugegeben, dass sie vor der Taxifahrt betrunken in ihren eigenen PKW gestiegen und dann von der Polizei erwischt worden sei. Mit rund zwei Promille Alkohol im Blut war sie aufgegriffen worden. Das sei ihr ausgesprochen peinlich, habe die Frau immer wieder beteuert.

Als sie dem mit dem Taxi von Krefeld nach Moers fahren wollte, sei sie vergewaltigt worden. Sie habe geschildert, dass der Fahrer ihr auch Vorhalte mache, warum deutsche Frauen so viel trinken würden. Erst am Mittag hat sie sich von einer Freundin zur Wache bringen lassen, um den Vorfall zu melden. Der Tatort sei nicht bekannt, da der Angeklagte die Frau aus dem Taxi gezerrt und sich auf einer Wiese an ihr vergangen haben soll. Wo das gewesen sei, habe sie aus mangelnder Ortskenntnis nicht sagen können.

Deshalb habe man keine Spuren vom Tatort nehmen können. Spuren des Angeklagten konnten dagegen an dem mutmaßlichen Opfer gefunden werden. Jetzt fehlt dem Anwalt noch die Aussage eines Polizeibeamten, welchen Eindruck die Frau auf ihn gemacht habe. Erst danach soll die Sachverständige das aussagepsychologische Gutachten vortragen. Die Verhandlung wird am 24. Juli fortgesetzt.

(BL)