Primark in Krefeld: Blick ins Geschäft

Krefeld : Erster Blick in das neue Primark

Das irische Textilunternehmen startet auf drei Etagen - eine der sichtbaren Veränderungen im Inneren des Komplexes ist die Verlegung der Treppen- und Aufzuganlage.

Zu den wirklich gut gehüteten Geheimnissen des Ostwall-Carrees gehörte bislang die Frage, wie man einen Bau aus den 70ern für moderne Kaufhaus-Innenarchitektur ertüchtigt. Bei einem ersten Rundgang am Dienstag durch den neuen Primark-Store, der heute, 11 Uhr, eröffnet wird, offenbarte die Lösung: Zentraler struktureller Eingriff in das Innere des Gebäudes ist die Verlegung der Treppenanlagen aus dem Zentrum an den rechten Rand des Innenraums. Zugleich gewinnt der gesamte Treppenhausbereich, in den auch der Aufzug integriert ist, über Licht, Farbe und Großzügigkeit Atriumcharakter. Was früher im alten Horten- bzw. Kaufhofgebäude vor allem pragmatisch als Treppe daherkam, ist jetzt sorgfältig inszeniert als Licht- und Raumerlebnis. Kein Zweifel: Im alten Hortenhaus ist nicht nur an der Außenseite, sondern auch im Innern die Moderne eingezogen.

Auch die Decken sind keine geschlossenen Fronten mehr, sondern aufgelockerte Flächen, in denen weiße mit anthrazitfarbenen Partien abwechseln. Die dunklen Passagen geben den Blick in die Deckenkonstruktion frei - diese Abwechslung nimmt der Fläche das Starre und Drückende. Unterm Strich wird der Raum, mit seinen Begrenzungen und Öffnungen, deutlich aufwendiger inszeniert als im alten Hortengebäude. Raum soll in diesem Entwurf nicht nur Platz zum Hinstellen von Ware sein, sondern inszenierte Struktur mit Erlebnisqualität.

Primark startet heute mit zunächst drei Etagen: Unter- und Erdgeschoss sowie die erste Etage. Wie das Unternehmen mitteilte, würden in Krefeld 288 Mitarbeiter mit festen Verträgen ausgestattet, davon 20 Prozent Vollzeitstellen, 60 Prozent Teilzeitstellen mit 16 bis 26 Stunden und 20 Prozent Minijobber. 21 verschiedene Nationalitäten würden in Krefeld arbeiten.

Der Umbau des seit Jahren leerstehenden Komplexes hat rund 40 Millionen Euro gekostet.

(RP)
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