Blitz-Marathon in Krefeld: Polizei zufrieden: Wenige Temposünder

Blitz-Marathon in Krefeld : Polizei zufrieden: Wenige Temposünder

Der vierte Blitz-Marathon ist im vollen Gange, die Krefelder Autofahrer sind gut vorbereitet: Temposünder gibt es verhältnismäßig wenige, die Polizei zeigt sich entsprechend zufrieden. Der Fokus wurde zwischenzeitlich auf die Fahrradfahrer gelegt.

Viel besser konnte es für den Leiter der Verkehrsinspektion, Volker Stahl, kaum laufen: Nach rund 90 Minuten Geschwindigkeitsmessungen an der Kölner Straße in Fischeln zählten die Beamten lediglich einen Temposünder. Die Stimmung der Polizisten unterstrich die Aussage, die bezüglich der vierten Auflage des Blitz-Marathons fast gebetsartig wiederholt wird: Geld soll mit der Aktion nicht in die Kasse der Stadt fließen, es geht primär um den Lerneffekt.

In Krefeld scheint dieser — zumindest an solch speziellen Tagen — eingetreten zu sein. Bislang wurden 7.938 Fahrzeuge gemessen. Davon waren 376 Fahrzeuge zu schnell. "Wir haben eine Quote von unter fünf Prozent, damit sind wir in dieser Ausnahmesituation absolut zufrieden", so ein Sprecher der Polizei.

Stahl kann sich auch hinsichtlich der restlichen 364 Tage des Jahres nicht beschweren: "Wir haben mittlerweile eine Quote bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen von 4,5 Prozent. Wenn man bedenkt, dass wir vor ein paar Jahren noch bei 8 Prozent lagen, ist das eine sehr positive Entwicklung. Mittlerweile haben wir ein Niveau erreicht, an dem wir uns nicht mehr deutlich verbessern können."

Dem Blitz-Marathon misst er dabei viel Bedeutung zu. "Mit diesen Aktionen zeigen wir Präsenz und dadurch erinnern wir die Autofahrer immer wieder an das Thema Geschwindigkeit im Straßenverkehr. Das ist schlichtweg eine Kopfsache", so der Hauptkommissar.

Einen unrühmlichen Höhepunkt gab es beim Blitz-Marathon dennoch. Ein Autofahrer wurde auf der Straße Am Schicksbaum innerhalb geschlossener Ortschaften mit 83 km/h gemessen. Erlaubt waren dort 50 km/h. Ihm droht nun ein Fahrverbot.

Viele Unfälle mit Fahrradfahrern

Derweil gab es eine Neuerung bei den Beamten vor Ort: Die Verkehrssicherheitsberatung unterstützte die Kollegen. Ihr Ziel ist es, für Aufklärung bei den Fahrradfahrern sorgen. "Wir möchten Radfahrer die Gefahren auf der Straße näherbringen. Außerdem besitzen ja auch viele ein Auto und so können wir gleich zwei Sichtweisen beleuchten", erklärt ein Beamter vor Ort.

In den vergangenen Jahren kam es nämlich vermehrt zu Unfällen mit Fahrradfahrern. "Das ist ganz klar ein Problem bei uns und das müssen wir angehen", so Stahl: "Im Gegensatz zu den Geschwindigkeitskontrollen haben wir diesbezüglich noch viele Möglichkeiten, um die Quote deutlich zu senken." Falls er sich entscheiden müsse, so der Hauptkommissar weiter, würde er derzeit zunächst den Fokus auf die Fahrradfahrer legen — erst danach kämen die Geschwindigkeitskontrollen.

In acht Fällen wurden Verstöße von Auto— gegenüber Fahrradfahrern geahndet und in 18 Fällen verhielten sich die Radler falsch.

Sehen Sie hier Bilder von den derzeitigen Kontrollen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Krefeld: Polizei kontrolliert beim Blitz-Marathon