Krefeld: Polizei: "Das Feuer an Breite Straße war Brandstiftung"

Krefeld: Polizei: "Das Feuer an Breite Straße war Brandstiftung"

Mehr als 20 Bewohner wurden vorübergehend in einer Sammelunterkunft am Siemesdyk untergebracht.

Experten der Polizei sind noch bei der Arbeit vor Ort, doch eines steht schon fest: "Es war Brandstiftung, die vergangenen Donnerstag zu dem Feuer in dem Wohnhaus an der Breite Straße geführt hat", erklärte gestern Polizeisprecher Daniel Uebber. Offen sei allerdings, ob es vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung gewesen sei. "Das versuchen die Kollegen derzeit zu ermitteln." Dramatisch für die mehr als 20 Bewohner des mehrgeschossigen Gebäudes: Sie können auf absehbare Zeit nicht in ihre Räume zurück. Die Menschen wurden vorübergehend in einer Sammelunterkunft am Siemesdyk untergebracht.

Fünf Menschen waren bei dem Brand an der Breite Straße verletzt worden, der am Donnerstagabend im Treppenhaus des Gebäudes ausgebrochen war. Sie waren mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht worden. Zwölf Personen, eine Katze und ein Hund mussten über eine Drehleiter gerettet werden, weil das Feuer ihnen den Fluchtweg versperrte, 28 Betroffene wurden in einem Bus der Stadtwerke Krefeld (SWK) betreut. "Eine weitere Katze hat es nicht geschafft", bestätigte Uebber. Als ihr Besitzer am Brandabend nach Hause gekommen sei, habe dessen Wohnung im Erdgeschoss bereits in Flammen gestanden. Der verzweifelte Mann, der sofort in die Räume laufen wollte, um nach seinem Kater Hugo zu suchen, musste von den Einsatzkräften zurückgehalten werden. Das Tier, das sich anscheinende in einer Ecke verkrochen hatte, war am Freitagabend in der Wohnung tot aufgefunden worden. Die Feuerwehr hatte es während des Einsatzes nicht gefunden.

(RP)