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Krefeld: Politik: Zoobrücke sperren und sanieren

Krefeld : Politik: Zoobrücke sperren und sanieren

Falls der KFC in die dritte Liga aufsteigt, muss die Fußgänger- und Radfahrer-Brücke an der Vadersstraße auch als Fluchtweg dienen können. Die Bezirksvertretung Ost pocht auf eine schnelle Sanierung auch bezüglich der Sicherheit für den Zoo.

Wie die wichtige Wegeverbindung der Zoobrücke in Richtung Vadersstraße für Radfahrer und Fußgänger offengehalten werden könne, wenn sie sanierungsbedürftig sei, wollte Gregor Grosche (CDU) in der Sitzung der Bezirksvertretung Ost wissen. Unverständnis herrschte auch bei den Verordneten der anderen Fraktionen darüber, dass die Brücke noch offen sei, obwohl die Bezirksvertretung schon in ihrer vorherigen Sitzung deren Schließung empfohlen hatte. Der Grund: Wegen zu niedriger Geländer ist die Verkehrssicherheit besonders für Radfahrer nicht gegeben. Außerdem kann man von der Brücke aus auf das Zoogelände gelangen, das somit vor unerwünschten Besuchern, die auch schon Tiere aus dem Zoo entwendet haben, nicht gesichert ist.

Wie Matthais Pasch, stellvertretender Leiter des Sportamts, zuvor ausgeführt hatte, sei der Zustand der Brücke laut der letzten Hauptprüfung 2012 - sie findet alle sechs Jahre statt - nur ausreichend. "Wir müssen da bautechnisch ran, denn wir brauchen die Brücke, um Anforderungen zu erfüllen, falls der KFC in die dritte Liga aufsteigt", sagte Pasch. Dafür müssten vier getrennte Sektoren mit entsprechenden Zugängen eingerichtet werden. Dazu gehöre auch die Brücke, die zudem als Flucht- und Rettungsweg benötigt werde. Gespräche mit dem Deutschen Fußballbund (DFB) , Polizei und Feuerwehr würden noch zeigen, inwieweit bezüglich des Fluchtwegs noch eingegriffen werden müsse. Auch die Sicherung des Zoogeländes müsse in die Planungen einbezogen werden. Pasch: "In der nächsten Sitzung werden wir Verbindliches mitteilen können."

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Für die Tiefbauverwaltung erklärte Michael Hausmann auf Anfrage, dass für eine Sanierung im Jahr 2020 172.000 Euro etatisiert seien. Angelika Brünsing (CDU) bezeichnete die Ausführungen als "zu fußballlastig". Es müsse in kürzester Zeit sichergestellt werden, dass kein Unbefugter auf das Zoogelände komme. "Man kann damit nicht bis 2020 warten."

Er habe den Eindruck, dass es im Konzern Krefeld keine vernünftige Absprache mit der Tochter Zoo gebe, sagte Joachim Heitmann (FDP): "Für eine Entfluchtung ist die Brücke jedenfalls völlig ungeeignet."

Diese Brücke in das Sicherheitskonzept einzubinden, sei fahrlässig, sagte Bezirksvorsteher Wolfgang Merkel (SPD): "Flucht ist doch eine Paniksituation. Bei einer Breite von nur zwei Meter kann das nicht gutgehen", sagte er mit Hinweis auf die Duisburger Love-Parade. Und Mark Borgwardt (Grüne) erklärte, die Brücke müsse, losgelöst vom Fußball, im Hinblick auf den Zoo vor 2020 gesichert werden, "meinetwegen mit Nato-Draht".

Die Bezirksvertreter nahmen Merkels Anregung auf, das Thema in die Ratsfraktionen zu tragen und auf eine Absprache mit dem Zoo zu drängen. "Und mit dem Hinweis, dass die Brücke jetzt sicherheitshalber zu sperren ist", ergänzte Walter Kienen (CDU).

(RP)