Krefeld: Planungen für Fahrradständer am Hauptbahnhof haben begonnen

Krefeld: Planungen für Fahrradständer am Hauptbahnhof haben begonnen

Kehrtwende: Nachdem die Stadt jüngst den Standpunkt vertrat, Fahrradständer vor dem Bahnhof seien aus denkmalpflegerischen Gründen nicht erwünscht, gibt es jetzt Gespräche für eine Planung.

Gute Nachrichten für Fahrradpendler: In das Thema "Fahrradabstellmöglichkeiten am Hauptbahnhof" kommt Bewegung. Dort soll "zeitnah ein gestalterisch ansprechendes Angebot für die Fahrradfahrer" geschaffen werden. Das teilte ein Stadtsprecher jetzt mit.

Wie berichtet, haben Radfahrer an dem wichtigen Verkehrsknotenpunkt Mühe, ihr Rad irgendwo anzuschließen, weil moderne Fahrradständer fehlen. Die Bezirksvorsteherinnen Süd und Mitte, Gisela Brendle-Vierke und Gerda Schnell hatten bei einem Ortstermin mit unserer Redaktion auf diese Problematik hingewiesen - und als überraschende Antwort der Verwaltung die Information erhalten, dass in Absprache mit der Bahn keine Fahrradständer auf dem Vorplatz gewünscht seien und insbesondere Bedenken aus denkmalpflegerischen Gründen gegen diese Forderung sprächen.

Nun also die Kehrtwende: "Untere Denkmalbehörde, Feuerwehr, die Fachbereiche Tiefbau und Stadtplanung sowie die Untere Denkmalbehörde haben in einem verwaltungsinternen Gespräch die Rahmenbedingungen für eine konkrete Planung festgelegt", teilt die Stadt mit. Weitere Beteiligte, wie die Bahn, werden "eingebunden und die Planung erarbeitet".

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Die Untere Denkmalbehörde habe, teilt die Stadt mit, zwischenzeitlich auf eigene Initiative nach alternativen Lösungsvarianten gesucht, um eine Verbesserung der Situation vor dem Hauptbahnhof zu ermöglichen. Derzeit stehen dort -trotz Verbots- täglich um die 150 Fahrräder. Alle Laternenmasten und die Absperrgitter entlang der Straße dienen als provisorische Anschließmöglichkeit für die Drahtesel der Pendler. Die von der Diakonie betriebene nahegelegene Radstation wird kaum genutzt. Vor kurzem wurde außerdem bekannt, dass die Diakonie als Betreiber der Station aus Kostengründen ihren Vertrag mit der Stadt zu September gekündigt hat. Die Stadt denkt nun über ein vergleichbares Angebot am Südausgang des Bahnhofs nach, das nach Auskunft eines Stadtsprechers bis 2020 realisiert werden soll.

Wie schnell es mit dem Bau von Fahrradständern vorangeht, ist derzeit nicht abzusehen: "Dazu ist ein komplexer Abstimmungsprozess erforderlich, bei dem Eigentumsfragen, Zuständigkeiten, Brandschutz, Sicherheitskonzepte, Finanzierungs- und Unterhaltungskosten geklärt werden müssen", schreibt die Stadt. Dieser Prozess werde nun verwaltungsintern abgestimmt. Die Deutsche Bahn ist Eigentümer des Bahnhofsvorplatzes, die Stadt Krefeld übernimmt für sie aber Aufgaben der Verkehrssicherungspflicht im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Daseinsvorsorge.

(RP)
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