Krefeld: Pläne für Neubaugebiet in Kliedbruch

Krefeld: Pläne für Neubaugebiet in Kliedbruch

Zwischen Nassauerring und Krüllsdyk sollen nördlich des Breiten Dyks 31 Wohnungen in 24 Doppelhaushälften und sieben Einfamilienhäuser entstehen. Eine Bürgeranhörung zu diesem Bebauungsplan 812 ist für 2018 geplant.

Die Stadt Krefeld beabsichtigt, wie berichtet, für eine 27.500 Quadratmeter umfassende Fläche nördlich des Breiten Dyks zwischen Nassauerring und Krüllsdyk einen Bebauungsplan (B-Plan) aufzustellen. Durch eine geplante Nutzungsänderung der privaten Dauerkleingärten sollen dort nach einem Vorentwurf 31 neue Wohnungen in 24 Doppelhaushälften und sieben Einfamilienhäusern entstehen. Die Bezirksvertretung Nord nahm diesen Vorentwurf in ihrer Sitzung am Donnerstagabend zur Kenntnis. Zur selben Zeit beschloss der Planungsausschuss bei Enthaltung der Linken einstimmig, das Verfahren zur Aufstellung dieses B-Plans mit der Nummer 812 einzuleiten. Dazu gehört auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit.

Bei dieser Bürgeranhörung werde der B-Plan im nächsten Jahr zur Diskussion gestellt, erklärte Ludger Walter von der Bauverwaltung den Bezirksverordneten und den anwesenden Bürgern. Der Offenlagebeschluss werde definitiv noch nicht im nächsten Jahr zustande kommen. Bis zur Planungsreife würde es dann noch zwei, drei weitere Jahre dauern.

Walter Fasbender (CDU) erkannte angesichts der gleichzeitigen Behandlung des Themas im Planungsausschuss "schon eine gewisse Eile". Man hätte ihn dort auch im nächsten Jahr nach Behandlung in der Bezirksvertretung Nord einbringen können, zumal noch nicht klar sei, ob eine Übereinstimmung mit den Kleingärtnern bestehe. Ludger Walter erklärte auf Nachfrage von Gisela Klaer (SPD), dass mit dem Eigentümer der privaten Kleingärten, nicht aber mit den Pächtern gesprochen worden sei. - Die öffentlichen Kleingärten nördlich des Planungsgebiets sind dagegen nicht betroffen.

  • Krefeld : Plan für Neubau von 31 Wohnungen am Nassauerring

Die Dimension mit 31 Wohneinheiten passt nach Auffassung der CDU nicht in die Umgebung, erklärte Fasbender weiter. Dem hielt Walter entgegen, die geplante Bebauung sei lockerer als bei den benachbarten Doppelhäusern am Krüllsdyk.

Die geplante Erschließungsstraße vom Breiten Dyk aus liegt nach Ansicht der CDU und der UWG zu nah an der Kreuzung mit dem Nassauerring und müsse jedenfalls verkehrstechnisch überprüft werden. Angesichts der schwachen Personaldecke in der Bauverwaltung, so Fasbender, "können wir - wenn überhaupt - in vier bis sechs Jahren unsere Augen stärker auf den Plan richten".

Durch den B-Plan soll eine zweigeschossige Bebauung mit Flach- und Zeltdach auf Grundstücksgrößen zwischen 270 und 430 Quadratmeter ermöglicht werden. Für jede Wohnung ist mindestens eine Garage plus Zufahrt auf dem eigenen Grundstück geplant. Die vorgesehenen 15 Stellplätze für Besucher befand Jörg Blaschke (FDP) als zu gering: "Schon zu jeder Wohneinheit gehören erfahrungsgemäß zwei Autos, die den Besuchern Parkraum wegnehmen, so dass auch Parkdruck auf benachbarte Straßen entstünde." Ludger Walter wies darauf hin, dass durch Vereinbarungen im städtebaulichen Vertrag mehr Parkraum denkbar wäre.

(RP)