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Pete Doherty: Der Weltstar spricht über Krefeld

Krefeld : Weltstar Doherty spricht über Krefeld

Im Interview im Magazin GQ spricht Pete Doherty über seine Krefelder Kindheit. In drei Antworten erzählt er von damals.

Er ist Weltstar und seit kurzem Wahl-Hamburger: Rockmusiker Peter Doherty, der sonst vor Tausenden Fans auftritt, genießt eine Auszeit vom Starleben und gibt momentan in einem kleinen Hamburger Nachtclub intime Solokonzerte. Nach Hamburg kam Doherty durch Bent Angelo Jensen, gebürtiger Däne, Modemacher und Gründer des Labels "Herr von Eden". Die beiden haben sich angefreundet. So gut, dass Doherty auf Jensens Vermittlung ganz in Hamburg geblieben ist. Für die Klatschmagazine ist Doherty oft nur der drogensüchtige Rockstar, der verlässlich Skandalschlagzeilen liefert. Unbeachtet bleibt dabei aber, welch großer Musiker Doherty ist. Sein aktuelles Album "Sequel To The Prequel" ist unbedingt hörenswert, ebenso wie die alten Alben mit den Libertines.

Das deutsche Magazin GQ hat Jensen und Doherty auf Sylt getroffen und mit Ihnen für die aktuelle Ausgabe des Männer-Stil-Magazins, die am heutigen 10. Juli erscheint, gesprochen. Dabei ging es unter anderem auch über die Zeit, in der Peter Doherty in Krefeld lebte - Doherty hat hier einige Jahre seiner Kindheit verbracht, weil sein Vater in Krefeld in den Bradbury Barracks an der Kempener Allee stationiert war.

Bent Angelo Jensen, gebürtiger Däne, Modemacher und Gründer des Labels "Herr von Eden" (l.) mit Pete Doherty auf Sylt. Foto: Jan Riephoff für GQ Deutschland

• Pete Doherty über seinen "Outsider-Status" in Krefeld:

"Mein Vater war britischer Soldat, und wir lebten einige Jahre in Krefeld. Interessanterweise hat diese Zeit mein Englischsein stark geprägt. Wir wohnten damals sehr separiert. Wir waren eben die anderen. Wir sind einmal an Weihnachten zu den deutschen Nachbarn rüber, hatten sogar Geschenke dabei, aber das macht man hier eben nicht. Die haben bloß verstohlen aus dem Fenster geguckt."

• Pete Doherty über seine Freundschaften:

"Es gab drei Gruppen damals. Die deutschen Kids, die türkischen und die englischen. Wir funktionierten wie Banden, da wurden wilde Kämpfe ausgefochten. Wir haben den deutschen Kindern ihre Tipizelte abgefackelt. Wir hatten hingegen ein unglaubliches Baumhaus - Mann, war das toll. Aber sie haben es uns auch kaputt gemacht."

Cover der aktuellen Ausgabe von GQ Deutschland. Foto: Jan Riephoff für GQ Deutschland

• Pete Doherty über seine Rückkehr nach Englang und das "Heimweh nach Deutschland":

"Eigentlich furchtbar. Deutschland ist ein viel sozialeres Land, jedes noch so schlimme Viertel hat gut ausgerüstete Fußballplätze. Ich konnte das damals nicht verstehen, wieso mein eigenes Land das nicht hatte."

Zum Webauftritt des GQ-Magazin gelangen Sie hier.

(sep)