Krefeld: Ostwall-Umbau: So fahren Busse und Bahnen

Krefeld : Ostwall-Umbau: So fahren Busse und Bahnen

Die Stadtwerke Krefeld haben für die 15-monatige Bauzeit an der Haltestelle Rheinstraße ein Verkehrskonzept entwickelt. Busse und Bahnen werden in der Zeit hauptsächlich über die Philadelphiastraße umgeleitet.

In elf Wochen beginnt für die Stadtwerke Krefeld (SWK) die "heiße Phase" des Ostwall-Umbaus. Mit der Sperrung der Kreuzungen Ostwall und St.-Anton-Straße sowie Ostwall und Rheinstraße wird's für die Tochter SWK Mobil schwierig. Die Konsequenzen: Urlaubssperre für die Busfahrer, Inbetriebnahme von 17 älteren, zum Verkauf bestimmten Linienbussen und die Verlegung des Betriebshofes an den vor gut zwölf Monaten stillgelegten Standort Tackheide.

SWK: "Langsam macht sich bei uns Nervosität breit"

Dort werden vorübergehend rund 30 Straßenbahnen gereinigt, gewartet, repariert und geparkt. Die SWK-Mitarbeiter werden während des Zeitraums vom 9. bis 18. Mai mit einem eigenen Betriebs-Shuttle-Dienst vom Firmenstandort St.-Töniser Straße an die Tackheide gebracht und nach Feierabend wieder abgeholt. "Langsam macht sich bei uns Nervosität breit", sagte Guido Stilling, Geschäftsführer SWK-Mobil, gestern.

Die insgesamt rund 15 Monate dauernde Modernisierung der Haltestelle Rheinstraße (besser als Ostwall-Umbau bekannt) sei wie eine Operation am offenen Herzen, und die SWK lege die Bypässe, damit der Patient Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) während der Arbeiten am 20 Millionen Euro teuren Projekt nicht sterbe, bediente sich Stilling eines Vergleichsbildes aus der Medizin.

Haltestelle Rheinstraße ist das Herzstück

Die Haltestelle Rheinstraße sei das Herzstück in Krefelds ÖPNV-Netz mit täglich 40.000 Fahrgästen, die dort ein-, aus- oder umsteigen. Insgesamt befördere die SWK-Mobil 41 Millionen Fahrgäste im Jahr. Und alle, so SWK-Sprecherin Dorothee Winkmann, müssten über die Änderungen im Fahrplan informiert werden.

Ab Montag, 10. März, sind zunächst nur die Buslinien betroffen. Sie werden über die Neue Linner Straße — an der eine Ersatzhaltestelle Rheinstraße eingerichtet wird — Philadelphiastraße, Bleichpfad und St.-Anton-Straße umgeleitet.

Am 9. Mai startet dann die heiße Phase mit dem Umbau der Straßenbahngleise auf den besagten Ostwall-Kreuzungen. Für die Linien 041 und 044 werden Ersatzbuslinien eingerichtet. Dafür benötigen die SWK-Mobil 17 zusätzliche Fahrzeuge und mehr Personal. Zwischen Fischeln und Rheinhafen fährt die Straßenbahn als Kombilinie.

Die Linien 042 und 043 fahren Umleitungen über die Philadelphiastraße, an der die Ampelschaltungen zugunsten des ÖPNV verändert werden. Die Rheinbahn-Linien U 70 und U 76 enden an der Haltestelle Dießem. Von dort fahren die Busse 052 und 057 in die Innenstadt.

Dritte Phase ab 19.Mai dauert bis Sommer 2015

Die dritte und letzte Phase beginnt am 19. Mai und dauert länger als ein Jahr bis in den Sommer 2015. Alle Straßenbahnlinien werden über die Philadelphiastraße geleitet. Das gilt auch für die Busse. Die Ersatzbusse für die Linien 041 und 044 werden eingestellt. Die Straßenbahnen können wieder durchgängig fahren. "Es ist aber nicht zu bestreiten, dass es während der Bauzeit zu Komforteinbußen kommt", sagte Stilling. Die geänderten Abfahrtzeiten und die Standorte der verlegten Haltestellen würden auf vielfältige Weise bekannt gemacht, verspricht der SWK-Mobil-Chef.

Im neuen, ab Mittwoch, 26. Februar, erscheinenden Fahrplan 2015/2015 sind alle Änderungen der Phasen eins und drei berücksichtigt. Für die heiße Phase vom 9. bis 18. Mai will die SWK-Mobil noch gesondert informieren.

App für Mitte März geplant

Neben dem Fahrplanheft bedient sich das Nahverkehrsunternehmen auch des Internets. Unter www.swk.de/ostwall sind alle wichtigen Änderungen hinterlegt. Ab Mitte März soll eine SWK-App für alle Smartphone-Nutzer die nötigen Fahrplaninformationen vorhalten. Telefonisch bekommen Anrufer unter der Nummer 0180-504030 Auskunft über ihre ÖPNV-Verbindungen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE