Krefeld: Ostwall: Pflege-Multi nach Berlin verkauft

Krefeld: Ostwall: Pflege-Multi nach Berlin verkauft

Seit zehn Jahren betreibt und verwaltet die Margarethenhof GmbH mit Sitz am Ostwall Alten- und Pflegeheime sowie Häuser für betreutes Wohnen und Behinderteneinrichtungen. Jetzt hat die Berliner Dorea Gruppe die Gesellschaft übernommen. Die Verwaltung der 13 Einrichtungen mit rund 1000 Pflegeplätzen sitzt nach wie vor in Krefeld.

Die Branche boomt. Das Risiko auf dem Pflegemarkt ist in Anbetracht gesellschaftlicher und demografischer Entwicklungen gering. Mit 13 vollstationären Pflegeeinrichtungen, 984 Pflegeplätzen, 323 Einheiten für betreutes Wohnen und 93 Patienten in der ambulanten Pflege hat der geschäftsführende Gesellschafter Joseph A. Devadas zusammen mit seinem Team in Krefeld eine beachtliche Unternehmensgruppe aufgebaut. Der Eigentümer der Margarethenhof GmbH freue sich, in der Dorea-Gruppe einen geeigneten Käufer gefunden zu haben, erklärte er.

Die noch junge, erst 2015 gegründete und in Berlin ansässige Dorea-Gruppe, ein mittelständischer Betreiber von Pflege- und Senioreneinrichtungen, setzt mit dem Erwerb ihren Expansionskurs fort. Die nun unterzeichnete Transaktionsvereinbarung für den Kauf der in Krefeld ansässigen Margarethenhof-Gruppe von Devadas sei dafür ein weiterer Beleg. Mit der Margarethenhof-Gruppe zusammen steigt die Zahl der Beschäftigten in der Dorea-Gruppe von 1550 auf mehr als 2300 Mitarbeiter, die damit insgesamt in 31 Häusern bis zu 3100 Senioren und psychisch behinderte Menschen betreut.

Die vom Unternehmer Joseph A. Devadas 1998 in Krefeld gegründete Margarethenhof-Gruppe ist auf die vollstationäre Pflege und Betreuung von Senioren spezialisiert. Zusätzlich werden besondere Diätprogramme, Demenzkonzepte sowie an drei Standorten die Lebensgestaltung seelisch behinderter Menschen aller Altersgruppen angeboten. Weiterhin werden 323 Betten für betreutes Wohnen inklusive eines 24-Stunden-Notrufservice vorgehalten.

"Es ist unsere gesellschaftliche Aufgabe, eine menschenwürdige Pflege auf fachlich und emotional höchstem Niveau sicherzustellen, damit wir unsere Mütter, Väter und Verwandten im Alter und bei Krankheit gut versorgt wissen. Im Mittelpunkt muss dabei der ganz individuelle Ansatz stehen, die Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten und ihnen die Hilfe zukommen lassen, die sie wirklich benötigen", sagt Devadas. Er ergänzt weiter: "Ich freue mich, mit der Dorea-Gruppe einen Käufer gefunden zu haben, der diesen Ansatz nachhaltig weiterverfolgen wird."

Axel Hölzer, Geschäftsführer der Dorea-Gruppe fügt hinzu: "Mein besonderer und persönlicher Dank gilt Herrn Devadas für sein entgegengebrachtes Vertrauen. Von Beginn der Gespräche an waren wir davon überzeugt, dass die beiden Unternehmen nicht nur inhaltlich, sondern auch in Bezug auf ihr Wertegerüst sehr gut zusammenpassen. Durch die Margarethenhof-Gruppe wird das Leistungsangebot der Dorea-Gruppe, das die Angebote für Tages- und ambulante sowie stationäre Pflege umfasst, ideal ergänzt, komplettiert durch die spezialisierte Betreuung von dementiell und psychisch Erkrankten sowie der Palliativbetreuung. Durch die Akquisition erweitert Dorea zudem ihre regionale Präsenz in den Bundesländern Hessen, Bayern und dem Saarland."

Bei den künftig geplanten Erwerbsabsichten ist die Dorea-Gruppe auf mittelständische Familienunternehmen mit guter Immobiliensubstanz an attraktiven Standorten fokussiert. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden.

Die Dorea-Gruppe ist ein Portfoliounternehmen des Quadriga Capital Private Equity Fund IV L.P. und bietet mit ihren Beteiligungsunternehmen - ohne die Margarethenhof Gruppe - derzeit in 18, überwiegend in Norddeutschland liegenden Pflege- und Betreuungs-Einrichtungen, familiäre Gemeinschaften, in denen jedes Mitglied frei und selbstbestimmt leben kann. "Wir freuen uns, dass wir Dorea bei den Vorbereitungen, der Due Diligence und den Vertragsverhandlungen mit unserer juristischen Expertise zur Seite stehen konnten", sagte Matthias Jaletzke.

(sti)