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Krefeld: Oppum: Wirbel um Bebauungsplan

Krefeld : Oppum: Wirbel um Bebauungsplan

Verwirrung um einen Antrag, der in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Oppum/Linn beraten werden soll: Das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 766 zwischen Thielenstraße und Schlosserstraße soll, so die Verwaltungsempfehlung, eingestellt werden. Ursprüngliches Ziel war es, die planungsrechtliche Grundlage für eine Folgenutzung des Grundstücks der ehemaligen evangelischen Kreuzkirche und eines Hausmeisterhauses zu schaffen. Die Einstellung des Verfahrens wird jetzt damit begründet, dass die angrenzende Schönwasserschule und die Schulbehörde der Stadt Krefeld die Räumlichkeiten der Kreuzkirche benötigten. Dort solle zukünftig die Nachmittagsbetreuung der Grundschule untergebracht werden. Zitiert wird ein entsprechendes Schreiben der evangelischen Kirchengemeinde Krefeld-Oppum aus dem Jahr 2013.

Schulleiterin Barbara Peters ist von solchen Plänen nichts bekannt. Zwar habe es vor zwei Jahren tatsächlich eine Begehung der Räume des ehemaligen Pfarrhauses gegeben, doch sei sofort klar gewesen, dass diese für die Unterbringung der Schulbetreuung nicht geeignet wären. "Die Idee war damit sofort vom Tisch", sagt Peters. "Wir sind tatsächlich auf der Suche nach Räumen. Was wir brauchen, ist aber vor allem Platz für eine Schulklasse." Diese könnte theoretisch im Jugendhaus Kagawa auf der gegenüberliegenden Straßenseite unterkommen, doch für nötige Umbauten gebe es keine Mittel, erzählt die Rektorin.

Der Oppumer Pfarrer Volker Hülsdonk berichtet, dass im ehemaligen Pfarrhaus mittlerweile eine Wohngruppe des Kinderheims Bruckhausen untergebracht sei. "Die Geschichte mit der Schule ist damals nicht zur Reife gebracht worden", sagt er. Das Auftauchen des Antrags kann er sich nur so erklären, dass "der Antrag nicht mit der tatsächlichen Entwicklung mitgegangen ist". Gespräche mit der Stadt habe es nicht gegeben. Eine Stellungnahme der Stadtverwaltung steht noch aus.

(cpu)