Krefeld: NRW-Wirtschaftsminister besucht Siemens

Krefeld : NRW-Wirtschaftsminister besucht Siemens

Die Belegschaft von Siemens ist verunsichert: Die Fusion der Zugsparte mit Alstom und Pläne zum Stellenabbau rufen Betriebsrat und Gewerkschaft auf den Plan. Gestern wollte auch der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart wissen, wohin der Weg führt. Gemeinsam mit Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer und begleitet von Thomas Masurek (Referent im Wirtschaftsministerium war der Minister gestern zu Gast im Krefelder Siemenswerk in Uerdingen. Aus erster Hand informierten sie sich über die aktuelle Lage und Entwicklungsmöglichkeiten des weltweit zu den modernsten zählenden Werkes für Schienenfahrzeuge. Fokusthemen des Treffens waren der fortschreitende Bau von 82 Rhein-Ruhr-Express-Zügen (RRX), die Zusammenarbeit mit Hochschulen sowie Chancen der Digitalisierung etwa im Hinblick auf Kundenservice und neue Fertigungstechnik. "Digitalisierung macht die Bahn besser", betonte Sabrina Soussan, Chefin der Mobility Division von Siemens. Genauso wichtig unsere Nachwuchskräfte und Talente zur Qualitätssicherung für eine kontinuierliche Entwicklung und das Bestehen im Markt.

"Das Werk Krefeld spielt mit seinen rund 2400 Mitarbeitern für die Region und den Weltmarkt eine wichtige Rolle. High-Tech aus Krefeld bringt den Fern- und Regionalverkehr der Züge rund um den Globus in Bewegung", sagte Meyer. Seitens Siemens gaben neben Sabrina Soussan, Werkleiter Ulrich Semsek und Betriebsratsvorsitzender Heinz Spörk einen Überblick.

Den Werksrundgang nutzten die Politiker für Gespräche mit Mitarbeitern und einen Blick hinter die Kulissen der Fertigung für RRX und den ICE 4. Beeindruckt von den Leistungen der Krefelder Siemens-Belegschaft resümierte Pinkwart: "Die Bahn hat noch eine große Zukunft vor sich." Dank Forschungsprojekten an der übernächsten Generation von Zügen schaffe Siemens beste Voraussetzungen für den Standort Krefeld.

(sti)
Mehr von RP ONLINE