Krefeld: NRW-Stiftung fördert "map 2019 Bauhaus-Netzwerk"

Krefeld: NRW-Stiftung fördert "map 2019 Bauhaus-Netzwerk"

Stiftung stellt Verein "Mies van der Rohe in Krefeld" bis zu 35.000 Euro für digitalen Architekturguide zur Verfügung.

Krefeld freut sich auf das Bauhaus-Jubiläum 2019. Mit den Fabrikantenvillen Haus Lange und Haus Esters sowie den Gewerbebauten der früheren Vereinigten Seidenwebereien AG (Verseidag) an der Girmesgath verfügt die Kommune über herausragende Architekturbeispiel der Bauhaus-Kultur.

Gute Nachrichten kamen gestern aus Düsseldorf. Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung wird dem Verein "Mies van der Rohe in Krefeld" einen Zuschuss in Höhe von bis zu 35.000 Euro zur Verfügung stellen, um einen digitalen Architekturguide zu erstellen. Dies hat jetzt der Vorstand der NRW-Stiftung unter Vorsitz des früheren Ministers für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Präsident des Landtages,Eckhard Uhlenberg beschlossen. Vorstandsmitglied Franz-Josef Lersch-Mense will die schriftliche Förderzusage demnächst persönlich überbringen.

Krefeld wird als Jubiläumshauptstadt des Landes im nächsten Jahr den 100. Geburtstag der 1919 in Weimar gegründeten Bauhaus-Schule feiern - unter anderen mit einer begehbaren Skulptur des renommierten Künstlers Thomas Schütte. Schließlich strahlte die legendäre Kunstschule bis in die Seidenstadt vor allem durch die markanten Villen aus der Urheberschaft von Ludwig Mies van der Rohe.

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Unter dem Titel "map 2019 Bauhaus Netzwerk" möchte der Verein nun einen digitalen Architekturführer entwickeln, der am Beispiel von Gebäuden, Plätzen und Anlagen die Architektur-, Sozial- und Industriegeschichte Krefelds beleuchtet. Interaktive Karten und Führungen liefern dazu weitere Hintergrundinformationen, der Fokus liegt zunächst auf der Architekturgeschichte und die Phase des Bauhaus bis 1960.

Es ist nicht das erste Mal, dass die NRW-Stiftung in Krefeld hilft: So konnten mit Stiftungshilfe die frühere Paramentenweberei Hubert Gotzes als Museum eingerichtet, die Geismühle in Oppum restauriert und das Naturschutzgebiet "Hülser Bruch" für den Naturschutz erworben werden. Das Geld für ihre Förderungen erhält die NRW-Stiftung überwiegend aus Lotterieerträgen.

(sti)